20.000 Operationen am offenen Herzen in der Universitätsmedizin Magdeburg30. Oktober 2018 Das Team der 20 000. Operation am offenen Herzen (v.l.): Olaf-Thorsten Keyser (Leiter Kardiotechnik), Klinikdirektor Prof. Dr. Jens Wippermann, Oberarzt Dr. Ingo Slottosch (Operateur), Schwester Ute Werner (stellvertretende Leitung OP-Pflege), Schwester Manuela Fischer (OP-Pflege), Thomas Koch (OP-Pflege) und Oberärztin Dr. Astrid Bergmann (Leiterin Kardioanästhesie). Foto: © Melitta Dybiona/Uniklinik Eine erfolgreiche Bilanz mit 20.000 Operationen am offenen Herzen kann die Universitätsklinik für Herz- und Thoraxchirurgie Magdeburg seit ihrer Eröffnung im September 1995 verzeichnen. Auch die 20.000ste Operation mit Einsatz der Herz-Lungen-Maschine bei einer 41-jährigen Patientin kürzlich verlief erfolgreich. In der Magdeburger Spezialklinik können erwachsene Patienten mit allen herzchirurgischen Operationen, außer Transplantationen, indikationsgerecht, zeitnah und in vertrauter Umgebung, sowohl für sich selbst als auch für ihre Angehörigen, behandelt werden. Angeboten wird das komplette Spektrum an innovativer und komplexer Herzchirurgie. Dazu gehören minimal-invasive Verfahren zur Herzklappenrekonstruktion, kathetergestützte Herzklappenoperationen, sowie komplett arterielle Bypass-Operationen mit und ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine. Ein weiterer Schwerpunkt ist die moderne Aortenchirurgie inklusive endovaskulärer Techniken und die Implantation von Herzunterstützungssystemen. Auch ein Kunstherzprogramm für Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz wurde etabliert. „Während sich die Herzchirurgie – wie auch andere klinische Fächer – früher auf Standardtherapien für unterschiedliche kardiale Erkrankungen beschränkte, werden Therapieoptionen heute zunehmend individuell auf den Patienten zugeschnitten“, betont Klinikdirektor Prof. Jens Wippermann. „Vor allem bei älteren Patienten mit mehreren weiteren Erkrankungen spielt die sorgfältige Planung der Operation eine ganz wichtige Rolle. Hierzu gehört eine möglichst genaue Bemessung des individuellen Risikos der verschiedenen Therapieoptionen.“ Inwieweit eine bestimmte Therapie angewendet werden kann, wird mit moderner Bildgebung, wie hochauflösendem CT und dreidimensionaler Echokardiographie, eingeschätzt. Zusammen mit den Ärzten der Uniklinik für Kardiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Rüdiger Braun-Dullaeus wird das Konzept eines „Herzteams“ verfolgt. „Das bedeutet, dass die Entscheidung für ein bestimmtes Vorgehen stets gemeinsam in enger Absprache zwischen den Kardiologen, Echokardiographie-Spezialisten Anästhesisten und unseren Herzchirurgen getroffen wird“, berichtet Wippermann. „Eine enge Kooperation mit allen zuweisenden Kliniken in und um Magdeburg ermöglicht weiterhin eine umfassende Betreuung unserer Patienten von der Diagnosestellung bis zum Abschluss ihrer Rehabilitation.“
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