Hamburg: Neues Herz- und Gefäßzentrum am UKE feierlich eröffnet30. Mai 2026 Schlüsselübergabe vor dem neuen Universitären Herz- und Gefäßzentrum Hamburg mit (v. l.): Stefan Blankenberg, Ärztlicher Leiter des Universitären Herz- und Gefäßzentrums Hamburg des UKE, Senatorin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Maryam Blumenthal, Barbara Napp, Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher und Christian Gerloff, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE. (Foto: ©Axel Kirchhof/UKE) Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) wurde der Neubau des Universitären Herz- und Gefäßzentrums eingeweiht. Das moderne Gebäude umfasst 15 Stationen, zehn Katheterlabore und neun OP-Säle. Die Eröffnung des Universitären Herz- und Gefäßzentrums des UKE erfolgte durch Hamburgs Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher. An dem Festakt nahmen am Donnerstag in Hamburg mehrere Hundert geladene Gäste teil. Unter einem Dach werden künftig Kardiologie, Herzchirurgie, Kinderherzmedizin, Gefäßmedizin, Pneumologie und Thoraxchirurgie sowie eine Dialyseeinheit vereint. Laut UKE verbindet der Neubau „hochmoderne universitäre Patient:innenversorgung mit translationaler Forschung“. Die Gesamtkosten gibt die Klinik mit 292 Millionen Euro an. Der Umzug in den Neubau soll ab dem 1. Juni während des laufenden Betriebes stattfinden. „Das UHZ setzt Maßstäbe für die interdisziplinäre Zusammenarbeit, um Menschen mit Herzerkrankungen bestmöglich zu behandeln“, zitiert das UKE Tschentscher in einer Mitteilung zur Eröffnung. „Unser neues Universitäres Herz- und Gefäßzentrum steht als Maximalversorger für den Anspruch, menschlich zugewandte Medizin und Pflege, wissenschaftliche Exzellenz und höchste Innovationskraft zu vereinen. Durch die enge Verzahnung von Forschung, Lehre und klinischer Expertise schaffen wir die Voraussetzungen für eine personalisierte Herz- und Gefäßmedizin auf höchstem Niveau – von minimalinvasiven interventionellen und operativen Therapieverfahren bis hin zu komplexen Herz- und Lungentransplantationen, getragen von multiprofessioneller, interdisziplinärer Zusammenarbeit“, sagt Prof. Stefan Blankenberg, Ärztlicher Leiter des Universitären Herz- und Gefäßzentrums Hamburg des UKE. Moderne Ausstattung für präzise Diagnostik und Therapie Das neue Gebäude bietet auf einer Nutzfläche von rund 72.000 Quadratmetern Platz für die Akut- sowie die ambulante und stationäre Versorgung von Erwachsenen und Kindern mit Herz-, Gefäß- und Lungenerkrankungen, ergänzt um moderne Dialyseverfahren. Dafür stehen insgesamt 379 Betten, darunter 60 Intensivbetten sowie 16 Betten auf der Cardio Vascular Care Unit, auf sechs Allgemeinpflegestationen, zwei Komfortstationen, einer Kinderherzstation sowie drei Erwachsenen-Intensivstationen und einer Kinderintensivstation zur Verfügung. In einer zusätzlichen Heart Failure Unit werden Patientinnen und Patienten unter anderem vor und nach Transplantationen oder mit Herzunterstützungssystemen behandelt. Ferner werden die Pneumologie und Thoraxchirurgie laut UKE erstmals gemeinsam Patienten auf einer Station vor und nach Lungeneingriffen und mit chronischen Lungenerkrankungen behandeln. Weiter stehen neun Operationssäle – darunter drei Hybrid-OPs und ein mit Operationsrobotik ausgestatteter Saal – sowie zehn Interventions-Suiten (Kathterlabore) inklusive zwei Hybrid-Suiten für kathetergestützte Eingriffe zur Verfügung. Ergänzt wird die Infrastruktur durch 23 Dialyseplätze, eine große funktionsdiagnostische Abteilung mit rund 30 spezialisierten ambulanten Sprechstunden sowie eine leistungsfähige Sterilgutaufbereitung. Zentrale Bedeutung hat nach Angaben des UKE das Cardiovascular Imaging Center, das gemeinsam von der Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin und der Klinik für Kardiologie betrieben wird. Hochauflösende CT- und MRT-Verfahren der neuesten Generation sowie der Herzultraschall sollen eine präzisere Diagnostik und Therapie von Herz-Gefäß-Erkrankungen in sehr frühen Stadien ermöglichen. Offene Atmosphäre für mehr Wohlbefinden Neben der Versorgung wird in dem Neubau auch auf das Wohlbefinden jener Patientinnen und Patienten gelegt, die über einen längeren Zeitraum im Klinikum verbringen müssen. So seien für Groß und Klein Aufenthaltsräume mit Pantry und speziellem Lichtkonzept, ein Trainingsraum, ein Raum der Stille und Unterbringungsmöglichkeiten für Angehörige in den Zimmern geschaffen worden. Auf der Kinderherzstation sind Spiel- und Jugendzimmer für unterschiedliche Altersstufen eingerichtet. (ah/BIERMANN)
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