Ab sofort: DKG veröffentlicht Corona-Hospitalisierungsdaten11. Februar 2022 Foto: ©Pgallery – stock.adobe.com Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) veröffentlicht ab sofort werktäglich auf ihrer Website die Zahlen der Corona-positiv getesteten Krankenhauspatienten, aufgeteilt nach Normal- und Intensivstationen und nach Bundesländern. Die DKG weist darauf hin, dass in den Daten nicht differenziert wird, ob Patientinnen und Patienten wegen einer COVID-Infektion ins Krankenhaus kommen oder die festgestellte COVID-Infektion nicht ursächlich für die Behandlung ist. „Auch nach zwei Jahren Pandemie ist die Datenlage in Deutschland sehr unbefriedigend. Gleichzeitig erheben die Krankenhäuser genaueste Daten über ihre Corona-Patientinnen und -Patienten. Nur leider werden diese Daten nicht so aufbereitet und publiziert, dass sie bei der Einschätzung und Bewältigung der Pandemie gut helfen könnten“, moniert der DKG-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerald Gaß. Mit der neuen Datenveröffentlichung trage die Krankenhausgesellschaft dazu bei, die Pandemielage transparenter zu gestalten und eventuell notwendige politische Maßnahmen gegen die Pandemie besser auf der Grundlage von Daten kommunizieren zu können, erklärt Gaß. Mit der Omikron-Welle würden die Daten von den Normalstationen immer wichtiger, „denn mit den extrem hohen Infektionszahlen hat die Inzidenz stark an Aussagekraft verloren, und auch die Situation auf den Intensivstationen ist derzeit weniger angespannt als in den vergangenen Wellen“, so Gaß weiter. Die Bundesverband reagiert damit auch auf Kritik des Corona-ExpertInnenrates der Bundesregierung, der die dürftige Datenlage bei der Pandemiebeobachtung bemängelte und dringende Maßnahmen für eine verbesserte Datenerhebung und Digitalisierung forderte. Die DKG weist darauf hin, dass in Deutschland zwar eine Vielzahl an Daten erhoben werde, diese aber nicht zusammengeführt und genutzt würden. „Trotz der Fülle fehlt uns ein einfacher Meldeweg und eine zentrale Aufbereitung der Daten“, kritisiert Gaß. Derzeit müssten die Beschäftigten in den Krankenhäusern für die Meldungen nach Infektionsschutzgesetz noch manuell Bögen ausfüllen, die sie dann per Fax oder per E-Mail an die Gesundheitsämter schicken würden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsämter müssten die Bögen dann wiederum manuell in neue Meldeformulare übertragen und diese schließlich an das Robert Koch-Institut weitergeben. Verzögerungen und Fehler seien somit vorprogrammiert. „Wir fordern deshalb die Bundesregierung auf, das angekündigte Gesundheitsdatennutzungsgesetz so zu gestalten, dass die schon vorhandenen relevanten Daten ohne zusätzlichen Aufwand für die Krankenhäuser an eine Datenagentur der DKG ausgeleitet werden. Diese Daten können dann auch nach der Pandemie im Interesse der Bürgerinnen und Bürger für wichtige politische Entscheidungen, wissenschaftliche Forschung und für die Information der Öffentlichkeit genutzt werden“, so Gaß.
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