Adalimumab bei Nagelpsoriasis: Signifikante Verbesserung, gutes Sicherheitsprofil27. Juli 2018 © CrazyCloud – fotolia.com Frühere Studien ließen die klinische Besserung als primären Zielpunkt bei Nagelpsoriasis außer Acht. US-amerikanische Autoren haben in einer kürzlich im „Journal of the American Academy of Dermatology“ veröffentlichten Phase-III-Studie die Sicherheit und Wirksamkeit von Adalimumab bei Patienten mit moderater bis schwerer Nagelpsoriasis und Plaque-Psoriasis evaluiert. Adalimumab ist ein selektiv immunsuppressiver und entzündungshemmender Wirkstoff, der zu den monoklonalen Antikörpern zählt. Die Effekte beruhen auf der Bindung an das proinflammatorische und immunmodulierende Zytokin TNF-alpha. Dadurch wird die Bindung an seine Rezeptoren auf der Zelloberfläche gehemmt und die biologischen Effekte werden aufgehoben. Im Rahmen der Studie wurden die Patienten im Verhältnis 1:1 randomisiert und alle zwei Wochen der Therapie mit 40 mg Adalimumab bzw. Placebo zugeführt. Patienten mit weniger als 5 % BSA wurden nicht eingeschlossen. Primärer Endpunkt zur Wirksamkeit war eine mindestens 75 %-ige Verbesserung im modifizierten Nail Psoriasis Severity Index (NAPSI75) in Woche 26. Weitere Endpunkte wurden durch Schmerzen der Fingernägel, Nail Psoriasis Physical Functioning Severity, Brigham Scalp Nail Inverse Palmo-Plantar Psoriasis Index sowie Physician‘s Global Assessment (Fingernagel-Psoriasis) definiert. Von den 217 randomisierten Patienten erhielten 109 Adalimumab und 108 Placebo; 188 Patienten (86,6 %) vollzogen die Behandlung über 26 Wochen (Periode A) oder traten früher in die Open-Label-Periode ein. In der Studie wurden der primäre Endpunkt (Ansprechrate 46,6 % unter Adalimumab und 3,4 % unter Placebo) sowie die sekundären Endpunkte erreicht. Die schweren behandlungsbezogenen Nebenwirkungen in Periode A betrugen 7,3 % unter Adalimumab und 3,4 % unter Placebo). Die Rate schwerer Infektionen lag bei 3,7 % (Adalimumab) gegenüber 1,9 % (Placebo). Nach 26 Wochen Therapie mit Adalimumab zeigte sich eine signifikante Verbesserung im primären Endpunkt wie auch in den sekundären Endpunkten der Studie, so das Fazit der Autoren. Es konnten keine neuen Sicherheitsrisiken ausfindig gemacht werden.
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