Adipositas: Mit Rad, Bahn, Auto oder zu Fuß zur Arbeit17. April 2017 © Drobot Dean – fotolia.com Erstmals ist unter Zuhilfenahme von Daten aus der UK Biobank untersucht worden, inwieweit ein aktiver Arbeitsweg mit Adipositas assoziiiert ist. Die Forscher fanden einen belastbaren unabhängigen Zusammenhang zwischen einem solchen aktiven Arbeitsweg („active commuting“) und einem gesünderen Körpergewicht und einer günstigeren Zusammensetzung des Körpers. Diese Ergebnisse stützen nach Ansicht der Wissenschaftler Maßnahmen, um für eine aktive Gestaltung des Straßenverkehrs zur Prävention der Adipositas in den mittleren Lebensjahren. Die Daten von 72.999 Männern und 83.667 Frauen wurden hinsichtlich des BMI berücksichtigt; 72.139 Männer und 82.788 bildeten die Datengrundlage für die Analyse in Bezug auf den prozentualen Anteil von Körperfett. Die Wissenschaftler stellten fest, dass eine aktive Bewältigung des Arbeitsweges bei beiden Geschlechtern signifikant und unabhängig mit einem reduzierten BMI assoziiert war. Personen, die entweder vollständig oder teilweise aktiv, teilweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs waren, wiesen in vollständig adjustierten Modellen einen signifikant geringeren BMI auf als solche, die ausschließlich mit dem Auto fuhren (Männer: ß-Koeffizient -1 kg/m2; 95 %-Konfidenzintervall [KI] zwischen -1,14 und -0,87; p<0,0001; Frauen: ß-Koeffizient -0,67 kg/m2; 95 %-KI zwischen -0,86 und -0,47]; p<0,0001). Ebenso war dies bei Radfahrern oder solchen Personen der Fall, die zum Teil zu Fuß gingen und zum Teil Rad fuhren (Männer: ß-Koeffizient -1,71 kg/m2; 95 %-KI zwischen -1,86 und -1,56; p<0,0001; Frauen: ß-Koeffizient -1,65 kg/m2; 95 %-KI zwischen -1,92 und -1,38; p<0,0001). Ebenso hatten Pendler, die sowohl den öffentlichen Nahverkehr als auch das Auto nutzten, im Vergleich zu reinen Autofahrern einen signifikant geringeren Anteil an Körperfett aufzuweisen (Männer: ß-Koeffizient -1,32 %; 95 %-KI zwischen -1,53 und -1,12; p<0, 0001; Frauen: ß-Koeffizient -1,10 %; 95 %-KI zwischen -1,40 und -0,81; p<0,0001). Vergleichbar war es mit reinen Radfahrern und Personen, die teils liefen, teils mit dem Rad fuhren (Männer ß-Koeffizient: -2,75 %; 95 %-KI zwischen -3,03 und -2,48]; p<0,0001; Frauen: ß-Koeffizient -3,26 %; 95 %-KI zwischen -3,80 und -2,71]; p<0,0001). Autoren: Flint E, Cummins S Korrespondenz: Dr. Ellen Flint, Department of Social and Environmental Health Research, London School of Hygiene & Tropical Medicine, London WC1H 9SH, Großbritannien Studie: Active commuting and obesity in mid-life: cross-sectional, observational evidence from UK Biobank Quelle: Lancet Diabetes Endocrinol 2016;4(5):420–435. Web: www.thelancet.com/journals/landia
Mehr erfahren zu: "ROP: Dexamethason-Augentropfen könnten das Fortschreiten verlangsamen" ROP: Dexamethason-Augentropfen könnten das Fortschreiten verlangsamen Eine randomisierte klinische Studie hat gezeigt, dass Dexamethason-Augentropfen das Fortschreiten einer Frühgeborenen-Retinopathie (ROP) bei extrem frühgeborenen Kindern verlangsamen kann.
Mehr erfahren zu: "Gen-Knockdown könnte Genomeditierung in Retinazellen erleichtern" Gen-Knockdown könnte Genomeditierung in Retinazellen erleichtern Eine Forschungsgruppe aus den USA hat zwei Gene identifiziert, deren Hemmung die Effizienz nichtviraler Genomeditierung deutlich steigern könnte.
Mehr erfahren zu: "Herbst der Reformen? Die Netzhautmedizin ist schon weiter" Weiterlesen nach Anmeldung Herbst der Reformen? Die Netzhautmedizin ist schon weiter Prof. Uwe Pleyer von der Augenklinik der Charité – Universitätsmedizin Berlin berichtet an dieser Stelle regelmäßig über aktuelle ophthalmologische Themen. Die optische Kohärenztomographie (OCT) für zu Hause als ein Schritt […]