Akkommodation: LZH arbeitet an verbessertem Lens-Refilling24. Juni 2021 Die Fragmentierung der Linse mit einem Laser soll es zukünftig ermöglichen, deren natürliche Elastizität nach einem Lens-Refilling zu erhalten. Foto: LZH Die Methode des Lens-Refilling könnte es ermöglichen, bei Katarakt-Operationen die Akkommodation der Linse zu erhalten. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) arbeitet in einem neuen Forschungsvorhaben mit der Rowiak GmbH daran, die Methode des Lens-Refilling, die sich bisher klinisch noch nicht durchsetzen konnte, weiter voranzutreiben. Das Projekt heißt „Fragmentierung des Augenlinsenkerns mithilfe eines Femtosekunden(fs)-Lasers zur Wiederherstellung der Akkommodationsfähigkeit mittels ‚Lens-Refilling‘“.Beim Lens-Refilling, so erklären die Projekt-Partner, werde das Linseninnere durch ein Gel ersetzt, die Linse werde „wieder aufgefüllt“ (engl.: refill). Dabei könne es zu Komplikationen kommen, durch welche die Linsenkapsel eintrübe oder der Kapselsack versteife. So wäre nach der Operation entweder die Sicht der Patienten behindert oder die Akkommodation der Linse eingeschränkt. Im Projekt „Lens-Refilling“ wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des LZH zusammen mit der LZH-Ausgründung Rowiak GmbH einen neuen Ansatz erarbeiten. Die Idee dabei ist, gezielt nur den Kern der Augenlinse zu entfernen und durch Lens-Refilling zu ersetzen. Dazu entwickeln und evaluieren sie eine Methode, mit der sie eine Linsenkern-Fragmentierung bei vollem Erhalt der physiologischen Strukturen technisch umsetzen können.Mit dem Kortex auch die Akkommodation erhalten“Der Kortex (Linsenrinde) bliebe bei dieser neuen Methode der Kernfragmentierung mittels Femtosekundenlaser unangetastet”, heißt es weiter. Dies würde die oben genannten Komplikationen voraussichtlich verhindern. Somit wäre es möglich, die Akkommodationsfähigkeit nach dem Auffüllen der Linse wiederherzustellen.Angewandt werden könnte diese Methode bei alterungsbedingten Linseneintrübungen wie der Katarakt oder zum Ausgleich von Alterssichtigkeit. Zurzeit werde üblicherweise die geschädigte Linse entfernt und durch eine künstliche ersetzt. Diese künstliche Linse könne allerdings nicht akkommodieren und der Patient verliere dabei die Fähigkeit, auf jede Distanz scharf zu sehen. Die neue Methode würde dazu beitragen, das Risiko eines Nachstars nach der Operation zu senken. So sollten Patienten über einen längeren Zeitraum ohne erneute Operation auskommen können.Das Forschungsvorhaben „Fragmentierung des Augenlinsenkerns mithilfe eines Femtosekunden (fs)-Lasers zur Wiederherstellung der Akkommodationsfähigkeit mittels ‚Lens-Refilling‘“ wird nach Angaben der Projekt-Partner von der NBank mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.
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