Akutes Nierenversagen: Kein Unterschied zwischen akuter Peritonealdialyse und intermittierender Hämodialyse gefunden9. September 2024 Foto: © April-Tarathai/stock.adobe.com In einer aktuellen Studie mit Patienten, die an akutem Nierenversagen (AKI) litten, gab es keinen signifikanten Unterschied bezüglich der 28-Tage-Mortalität zwischen einer Peritonealdialyse (PD) als Akutverfahren und einer intermittierenden Hämodialyse. „Eine niedriger dosierte akute Peritonealdialyse (PD) bei AKI erfordert weniger Ressourcen, wirft aber Bedenken hinsichtlich einer ausreichenden Clearance von gelösten Stoffen und Wasser auf. Die relativen Vorteile einer geringeren PD-Dosis gegenüber einer intermittierenden Hämodialyse bleiben unklar“, erklären die Autoren zum Hintergrund ihrer Arbeit. In der multizentrischen randomisierten, kontrollierten Studie wurden die Ergebnisse zwischen akuter PD mit niedrigerer Dosis (18–24 l pro Tag) und intermittierender Hämodialyse (dreimal pro Woche) von Mai 2018 bis Januar 2021 bei Patienten mit AKI verglichen. Primärer Endpunkt war die Rate der 28-Tages-Mortalität. Zu den sekundären Endpunkten gehörten das dialysefreie Überleben über 28 Tage und die Erholung der Niere, das Stoffwechselprofil und verfahrensbedingte Komplikationen. Die Nichtunterlegenheit der PD gegenüber der Hämodialyse sollte in der vorliegenden Studie als nachgewiesen gelten, wenn die Obergrenze des 95-Prozent-Konfidenzintervalls (KI) für den Risikounterschied (PD-Hämodialyse) bei den 28-Tage-Mortalitätsraten zwischen den beiden Gruppen kleiner als 20 Prozent wäre. Ergebnisse der Studie In die Studie wurden 157 Patienten eingeschlossen (80 wurden der PD und 77 der intermittierenden Hämodialyse zugeordnet). Vor Beginn der Nierenersatztherapie waren die klinischen Ausgangsmerkmale beider Gruppen vergleichbar. Das Durchschnittsalter betrug 57±15 Jahre. Die häufigste Ursache für AKI stellte eine Sepsis dar (68%). Die Autoren fanden keinen Unterschied in der 28-Tage-Mortalität zwischen akuter PD und intermittierender Hämodialyse (50% vs. 49%; Risikodifferenz 0,6; 95%-KI -15,0 bis 16,3) und im dialysefreien 28-Tages-Überleben (42% vs. 37%; Risikodifferenz 4,6; 95% KI -11,1 bis 20,3). Der mittlere wöchentliche Kt/V-Harnstoffwert betrug 2,11±1,14 in der in der PD-Gruppe und 2,55±1,11 in der Gruppe mit intermittierender Hämodialyse. Die 7-Tages-Flüssigkeitsbilanz der Gruppe mit PD unterschied sich nicht signifikant von der in der Gruppe mit intermittierender Hämodialyse. In der Gruppe mit intermittierender Hämodialyse kam es häufiger zu intradialytischer Hypotonie und in der PD-Gruppe häufiger zu Hypokaliämie. (ri)
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