Allergie bei Musikern: Allergisch aufs Musikinstrument?15. Juli 2019 © xavier gallego morel – stock.adobe.com Wenn Musiker Hautprobleme haben, könnte das auch am Musikinstrument liegen. „Allergische Kontaktekzeme auf Instrumente sind zwar keine häufigen Allergien“, betonte Prof. Dr. Margitta Worm, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI), „aber man sollte daran denken, wenn ein Patient intensiv musiziert!“ Grund für allergische Reaktionen können Bestandteile der Instrumente sein, zum Beispiel Metalle. Bei Holzinstrumenten können aber auch Inhaltsstoffe aus der Lackierung die Übeltäter sein. Ein mögliches Allergen ist zum Beispiel Kolophonium, das in der Lackierung von Holzinstrumenten Verwendung findet. „Nicht vergessen sollte man die Pflegemittel, die bei vielen Instrumenten regelmäßig zum Einsatz kommen“, so Prof. Worm. Sie können Duftstoffe und Konservierungsstoffe enthalten, die zu allergischen Kontaktekzemen führen können. „Außerdem gibt es bei Musikinstrumenten auch oft potentiell allergenhaltiges Zubehör, wie zum Beispiel der Kinnhalter für Geiger“, fügt Prof. Worm hinzu. Verzichten müssen allergische Musiker auf ihr Instrument aber nicht. Meist reicht es aus, den direkten Kontakt mit einem Tuch zu unterbinden oder das Pflegemittel zu wechseln. Man sollte dann aber auch konsequent jeden Allergenkontakt meiden, auch aus anderen Quellen. „Duftstoffe und Konservierungsmittel kommen auch in Kosmetika und Putzmitteln vor“, so Prof. Worm. Kontakt: Prof. Margitta Worm, Charité-Universitätsmedizin Berlin, [email protected] Prof. Dr. med. Kleine-Tebbe, Pressesprecher DGAKI, [email protected] DGAKI-Geschäftsstelle, [email protected]
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