Ambulante Operationen: Behandlungserfolg positiv beeinflussen5. Mai 2025 Foto: sunakri/stock.adobe.com Nach einer ambulanten Operation schnell nach Hause – doch was ist dann? Welche Belastung ist in Ordnung? Was geht schon, wo braucht es Unterstützung? Ein Forschungsprojekt der Universität Duisburg-Essen erarbeitet Handlungsempfehlungen. Für das gemeinsame Projekt mit dem Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der Berliner Charité und der Techniker Krankenkasse stehen 1,2 Millionen Euro vom Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschuss zur Verfügung. Erarbeitet werden sollen zum einen gesundheitspolitische Handlungsempfehlungen und zum anderen laienverständliches Zusatzmaterial. Während die Handlungsempfehlungen auf das Gesundheitswesen als Ganzes abzielen, soll das Zusatzmaterial Patientinnen und Patienten dabei helfen, nach einer ambulanten OP ihren Genesungsprozess optimal mitzugestalten und so den Behandlungserfolg zu unterstützen. Menschen werden immer älter und brauchen deshalb über einen längeren Zeitraum medizinische Versorgungsleistungen. Um diese möglichst effizient zu gestalten, werden viele Krankenhausaufenthalte zugunsten von ambulant durchgeführten Operationen ersetzt, was auch das Fach- und Pflegepersonal entlastet. „Allerdings sind damit Herausforderungen für die Betroffenen verbunden. So fehlt beispielsweise das Wissen darüber, wie stark man sich nach einer Operation belasten darf, wem man zuhause Fragen stellen kann oder wie man Unterstützung im Alltag organisiert“, so Projektleiter Prof. Jürgen Wasem vom Lehrstuhl für Medizinmanagement. Im neuen Projekt „Power-AOP – Patient-Empowerment im Kontext ambulanter Operationen am Beispiel der Orthopädie“ wertet das Team die bereits vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse aus. Dieser Fachbereich bietet sich besonders an, da in der Orthopädie viele OPs ambulant durchgeführt werden können und ein breites Patientenspektrum in Bezug auf das Alter, das Geschlecht sowie den sozioökonomischen Status abdeckt wird. Die Forschenden befragen zudem 30 Patientinnen und Patienten sowie Leistungserbringende, wie beispielsweise ambulant tätige Chirurginnen und Chirurgen in der Orthopädie, welche Herausforderungen und Hürden der reibungslosen Planung, Durchführung und Nachsorge ambulanter Operationen entgegenstehen und wo sie Lösungen sehen. Anschließend wenden sich die Forschenden aufbauend auf den Ergebnissen mit einem Fragebogen an die Patientinnen und Patienten. Dafür werden 20.000 zufällig ausgewählte Versicherte angeschrieben. Die Ergebnisse werden anschließend in Workshops mit Patientinnen und Patienten sowie mit Fachleuten von medizinischen Verbänden, Ärztinnen, Ärzten und Krankenkassen diskutiert. Abschließend erarbeiten die Forschenden die Handlungsempfehlungen sowie das patientenrelevante Zusatzmaterial wie Infoflyer oder Check-Lists.
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