Anämie: Frakturrisiko bei älteren Männern

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Ältere Männer mit Anämie haben unabhängig von der Knochendichte ein um 57–77 % erhöhtes Frakturrisiko, wie eine Querschnitt- sowie eine prospektive Analyse der Osteoporotic Fractures in Men (MrOS)-Studie zeigen.

An der longitudinalen Kohortenstudie nahmen 3632 zuhause lebende Männer über 65 Jahren teil. Sie waren bei Studieneinschluss (2000–2002) in der Lage, ohne Hilfe zu gehen und hatten bei Studien-untersuchung 3 (2007–2009) weder einen Hüftersatz noch eine Fraktur. Außerdem lagen vollständige Blutbilder vor. Die untersuchten Out-comes waren Wirbel- und Nicht-Wirbelfrakturen innerhalb von median 7,2 Jahren Follow-up. Analytische Baseline-Charakteristika, die mit Frakturen oder Anämie (Hämoglobin < 12 g/dl) assoziiert waren, wurden in multivariate Modelle eingeschlossen.

Anämie war assoziiert mit einem erhöhten Risiko für Frakturen jeglicher Art (HR 1,67 [95 %-KI 1,26–2,21) sowie für Nicht-Wirbelfrakturen (HR 1,70 [95 %-KI 1,25-2,31). Ein Modell, das die Veränderung der Knochendichte berücksichtigte, verringerte die Assoziation mit Frakturen jeglicher Art (HR 1,60; [95 %-KI 1,20–2,13] und Nicht-Wirbelfrakturen (HR 1,57; [95 %-KI 1,14–2,15]) ein wenig. Die Berücksichtigung der absoluten Knochendichte hatte aber keinen signifikanten Einfluss auf die Assoziation zwischen Anämie und Frakturen. Anämie war nicht mit Wirbelfrakturen assoziiert.

Autoren: Valderrábano RJ et al.
Korrespondenz: Division of Endocrinology, Stanford University School of Medicine, Stanford, CA, USA
Studie: Older Men with Anemia Have Increased Fracture Risk Independent of Bone Mineral Density
Quelle: J Clin Endocrinol Metab 2017 Jul;102(7):2199–2206.
Web: academic.oup.com/jcem

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