Antihistaminika plus Leukotrienrezeptor-Antagonist: Verbesserung der Symptomatik bei allergischer Rhinitis8. März 2019 © Budimir Jevtic – fotolia.com Zentrales Thema einer von chinesischen HNO-Ärzten durchgeführten Metaanalyse war die Wirksamkeit der adjuvanten Therapie mit einem Leukotrienrezeptor-Antagonisten plus einem oralen H1-Antihistaminikum bei allergischer Rhinitis. Hierzu führten die Autoren eine Datenbanksuche durch, die sich von Beginn der Datensammlung bis September 2017 in PubMed, EMBASE und dem Cochrane-Register für kontrollierte Studien erstreckte. Es wurden ausschließlich randomisierte und kontrollierte Studien berücksichtigt, welche die Wirksamkeit eines Leukotrienrezeptor-Antagonisten plus einem oralen H1-Antihistaminikum mit einem oralen H1-Antihistaminikum verglichen. Gemessen wurde die gepoolte komparative Wirkung unter Berücksichtigung der gewichteten Mittelwertdifferenz (WMD) bei 95 % Konfidenzintervall. Die Qualität der Evidenz der Studienergebnisse wurde anhand des GRADE-Systems gemessen. In die Metaanalyse flossen die Daten aus 8 kontrollierten und randomisierten Studien (n = 1886) ein. Im Vergleich zu einer H1-Monotherapie erwies sich die Therapie mit einem Leukotrienrezeptor-Antagonisten plus einem oralen H1-Antihistaminikum als überlegen, sowohl hinsichtlich des Zustands tagsüber (WMD -0,11; 95 %-Konfidenzintervall (KI) -0,19–-0,03, hohe Evidenz) als auch bezüglich der zusammengelegten nasalen Symptomatiken (WMD -0,12; 95 %-KI -0,23 bis -0,01; niedrige Evidenz). besonders hinsichtlich der zusammengelegten nasalen Symptomatiken Rhinorrhoe, Niesen und Juckreiz erwies sich die Kombinationstherapie als überlegen. Diese Effekte zeigten sich nach Darlegung der Autoren stärker bei den Patienten mit ganzjähriger Rhinitis als bei den Patienten mit saisonaler Rhinitis. Bezüglich der nächtlichen nasalen Symptomatiken und derer des Auges zeigten sich keine statistisch signifikanten Unterschiede. Die gegenwärtige Evidenzlage weist darauf hin, dass die Therapie mit einem Leukotrienrezeptor-Antagonisten plus einem oralen H1-Antihistaminikum die Wirksamkeit bezüglich der nasalen Symptomatiken zur Tageszeit verbessert; dies ist jedoch nicht zur Nachtzeit und bei Symptomatiken des Auges der Fall. Die Patienten mit ganzjähriger allergischer Rhinitis profitieren eher von der Kombinationstherapie, so die Schlussfolgerung der Autoren. (am)
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