Arbeitsmedizin: Pneumologie-Sektion der DGP mit Franz-Koelsch-Medaille ausgezeichnet23. April 2025 DGAUM-Präsident Thomas Kraus (re.) überreicht die Franz-Koelsch-Medaille an Dr. Constanze Steiner (li.) und Dr. Marcial Velasco Garrido (Mi.), beide Sprecher der DGP-Sektion „Arbeitsmedizin, Umwelt- und Aerosolmedizin, Sozialmedizin, Epidemiologie“. (Foto: © DGAUM) Die Franz-Koelsch-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) ist in diesem Jahr an die Sektion „Arbeitsmedizin, Umwelt- und Aerosolmedizin, Sozialmedizin, Epidemiologie“ der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) vergeben worden. „Die aktuell 136 Mitglieder der Sektion haben sich in ganz besonderer Weise für die fünf präventivmedizinischen und wissenschaftlich orientierten Disziplinen Arbeitsmedizin, Epidemiologie, Umwelt- und Aerosolmedizin sowie Sozialmedizin eingesetzt“, hieß es in der Begründung der DGAUM. „Ihre herausragenden Leistungen zur Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz verdienen unsere allerhöchste Anerkennung.“ Die Franz-Koelsch-Medaille gilt als eine der höchsten Auszeichnungen im Bereich der Arbeitsmedizin in Deutschland und wurde Anfang April im Rahmen der DGAUM-Jahrestagung in Wuppertal verliehen. „Wir freuen uns ganz besonders über diese Würdigung“, erklärte Sektionssprecherin Dr. Constanze Steiner. „Dies unterstreicht die Relevanz von wissenschaftlichen Leitlinien und aktuellen Empfehlungen an der Schnittstelle von Arbeitsmedizin und Pneumologie.“ Zusammen mit ihrem Stellvertreter, Dr. Marcial Velasco Garrido vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, nahm sie die Auszeichnung entgegen. Relevante Empfehlungen in arbeits-, umwelt- und sozialmedizinischen Fragestellungen Zu den Mitgliedern der Sektionen zählen Ärztinnen und Ärzte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Mitarbeitende in Gesundheitsfachberufen und Studierende. Sie beteiligen sich – teilweise federführend – in der Erarbeitung von wissenschaftlichen Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und Empfehlungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Die Sektion wird zudem immer wieder vom Vorstand der DGP zur Stellungnahme in arbeits-, umwelt- und sozialmedizinischen Fragestellungen herangezogen. Themenfelder sind unter anderem die Quarzstaublunge, Diagnostik und Begutachtung asbestbedingter Berufskrankheiten, Post-COVID, auch Asthma bronchiale, Empfehlungen zur Lungenfunktionsdiagnostik und arbeitsplatzbezogenen Inhalationstests, zur Begutachtung von Patienten mit Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) oder auch zur Lungenkrebsfrüherkennung. Mit der Franz-Koelsch-Medaille ehrt die DGAUM sowohl wissenschaftliche als auch praktische Leistungen, die zur Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz beitragen. Die Auszeichnung würdigt symbolisch herausragende Beiträge zur Entwicklung und Förderung der Arbeitsmedizin. Gestiftet wurde die Medaille 1967 von der damaligen Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin. Anlass war der 90. Geburtstag von Prof. Franz Koelsch, der als Begründer der deutschen Arbeitsmedizin gilt.
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