ASCO 2026: Zusatz von STRIDE mit/ohne Lenvatinib zur TACE bei Leberkrebs sinnvoll

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Bei nicht resektablen Hepatozellulären Karzinomen (HCC), die mittels transarterieller Chemoembolisation (TACE) behandelt werden können, lässt sich das Tumorwachstum mit dem STRIDE*-Regime mit oder ohne Lenvatinib verlangsamen und möglicherweise das Überleben verlängern. Das belegen Ergebnisse der Phase-III-Studie EMERALD-3, die auf der Jahrestagung 2026 der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt wurden.

„Bei HCCs, die für eine Embolisation geeignet sind, gilt die TACE seit mehr als zwei Jahrzehnten weltweit als der am häufigsten angewandte Behandlungsstandard. Dennoch bleiben die Therapie-Ergebnisse unbefriedigend, mit einem medianen progressionsfreien Überleben (PFS) von lediglich acht bis zehn Monaten. Wiederholte TACE-Eingriffe verlieren im Laufe der Zeit an Wirksamkeit und bergen das Risiko einer weiteren Verschlechterung der Leberfunktion. Derzeit gibt es für diese Patientengruppe weltweit keine zugelassenen systemischen Therapieoptionen“, erklärte der leitende Studienautor Dr. Ghassan K. Abou-Alfa.

Die globale EMERALD-3-Studie untersuchte, ob die Kombination des STRIDE-Schemas mit TACE – entweder unter zusätzlicher Gabe des oralen zielgerichteten Therapeutikums Lenvatinib oder ohne diese Ergänzung – das Krebswachstum bei Patienten mit einem für eine Embolisation geeigneten, inoperablen HCC versus alleinige TACE verzögern kann. An der Studie nahmen 760 Personen teil; alle Teilnehmer waren mindestens 18 Jahre alt bzw. über 21 Jahre, wenn sie in Ägypten oder Singapur ansässig waren. Die Teilnehmer waren überwiegend männlich (83,2%) und asiatischer Abstammung (72,1%).

Längere Progressionsfreiheit, höhere Überlebensrate

Diese Teilnehmer wurden für STRIDE und Lenvatinib in Kombination mit TACE (n=293), STRIDE in Kombination mit TACE (n=175) oder alleinige TACE (n=292) randomisiert. In der Gruppe, die mit STRIDE, Lenvatinib und TACE behandelt wurde, lag das mediane PFS bei 13 Monaten – im Vergleich zu 9,8 Monaten in der Gruppe, die lediglich eine TACE erhielt. Die Gruppe, die STRIDE, Lenvatinib und TACE erhielt, wies ein medianes OS von 39,5 Monaten auf – im Vergleich zu 34,7 Monaten in der Gruppe, die ausschließlich mit TACE behandelt wurde.

Die 2-Jahres-OS-Rate lag in der Dreifachkombinationsgruppe bei 66,9 Prozent versus 61,5 Prozent in der TACE-Monotherapiegruppe. Beim Vergleich der 175 Teilnehmer, die STRIDE und TACE ohne Lenvatinib erhielten, mit den ersten 175 Teilnehmern, die ausschließlich mit TACE behandelt wurden, zeigte sich auch hier ein längeres PFS bei denjenigen, die STRIDE plus TACE erhielten (12,9 vs. 8,1 Monate). Auch die 2-Jahres-OS-Rate war in dieser Gruppe höher (68% vs. 57,8%).

Teilnehmer, die STRIDE und TACE – mit oder ohne Lenvatinib – erhielten, verzeichneten mehr Nebenwirkungen als diejenigen, die ausschließlich mit einer TACE behandelt wurden. Die Rate an unerwünschten Ereignissen der Grade 3 oder 4 lag bei 62,7 Prozent in der Gruppe, die STRIDE, Lenvatinib und TACE erhielt, bei 48,6 Prozent in der Gruppe mit STRIDE und TACE sowie bei 18,6 Prozent in der Gruppe, die ausschließlich mit einer TACE behandelt wurde. Die häufigsten Nebenwirkungen in jeder Gruppe entsprachen den bekannten Nebenwirkungen der jeweiligen Behandlung.

Die EMERALD-3-Studie läuft derzeit noch, und die Patienten werden im Hinblick auf die abschließenden Analysen des OS weiter beobachtet. Die EMERALD-3-Studie wurde von AstraZeneca finanziert.

ASCO-Experte: Vielversprechende therapeutische Option

„Die signifikante Verbesserung des PFS, die in der Phase-III-Studie EMERALD-3 beobachtet wurde, positioniert dieses Kombinationsregime aus einer Einzeldosis Tremelimumab und Durvalumab in regelmäßigen Intervallen (STRIDE) plus TACE – mit oder ohne Lenvatinib – als eine vielversprechende therapeutische Option für Patienten mit einem inoperablen, für eine Embolisation geeigneten hepatozellulären Karzinom. Diese Ergebnisse werden voraussichtlich die klinische Praxis beeinflussen und könnten von medizinischen Onkologen, die weltweit Patienten mit hepatozellulärem Karzinom behandeln, als praxisverändernd eingestuft werden“, erklärte ASCO-Experte Dr. Vishwanath Sathyanarayanan, Leiter des Bereichs Oncosciences für die Region Karnataka bei den Apollo Hospitals in Bangalore, Indien.

*Single Tremelimumab Regular Interval Durvalumab

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