Metastasierter Prostatakrebs: PSA unter 0,2 zeigt Therapieerfolg an

Der PSA-Wert ist immer noch der aussagekräftigste Marker, um einen Therapieerfolg bei Prostatakrebs zu bestimmen. Foto, KI-generiert: ArtFocus Studio – stock.adobe.com

Eine aktuelle Real-World-Studie deutet darauf hin, dass bei Patienten mit metastasiertem Prostatakrebs das Erreichen eines PSA-Werts unter 0,2 ng/ml mit einem verbesserten Überleben einhergeht. Mit diesem Schwellenwert könnten Patienten identifiziert werden, die eine Therapieintensivierung brauchen.

Mehrere klinische Phase-III-Studien haben bereits gezeigt, dass ein PSA-Wert unter 0,2 ng/ml der beste Schwellenwert zur Bestimmung der Patientenprognose ist. Es mangelt jedoch an Daten aus der klinischen Praxis, und Ärzte nutzen häufig andere Messgrößen – wie etwa den prozentualen PSA-Abfall –, um das Ansprechen auf die Behandlung zu beurteilen.

Um festzustellen, ob es einen Zielwert für das PSA-Ansprechen gibt, der mit dem günstigsten Behandlungsergebnis bei Patienten mit metastasiertem Prostatakrebs korreliert, analysierten US-Forscher Daten der Veterans Health Administration von 4890 Patienten. Diese hatten im Zeitraum von 2018 bis 2023 eine Testosteron-Entzugstherapie (mit oder ohne weitere Behandlungsmaßnahmen) gegen metastasierten, hormonsensitiven Prostatakrebs erhalten.

PSA-Abfall um 90 Prozent allein reicht nicht

Während einer medianen Nachbeobachtungszeit von etwa zwei Jahren verstarben 896 Patienten. Bei Patienten, deren PSA-Wert innerhalb von neun Monaten nach Behandlungsbeginn unter 0,2 ng/ml sank, war die Sterbewahrscheinlichkeit um 54 % geringer als bei Patienten, deren Wert nicht auf dieses Niveau fiel – unabhängig davon, ob ihr PSA-Wert um mindestens 90 % gesunken war oder nicht. Patienten, bei denen der PSA-Wert zwar um mindestens 90 % zurückging, die jedoch keinen Wert von unter 0,2 ng/ml erreichten, zeigten keine Verbesserung der Überlebensrate.

Die Ergebnisse legen nahe, dass für Patienten, bei denen der PSA-Wert nicht unter 0,2 ng/ml sinkt, aggressivere Behandlungsansätze infrage kommen könnten. Zudem erreichten Patienten, die zusätzlich zur Testosteron-Entzugstherapie ein weiteres Medikament zur zusätzlichen Testosteronblockade erhielten, mit höherer Wahrscheinlichkeit einen PSA-Wert von unter 0,2 ng/ml.

„Diese Daten zeigen, dass wir einen PSA-Wert von unter 0,2 ng/ml als Erfolgskriterium anstreben müssen, um die Behandlungsergebnisse für unsere Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom zu optimieren“, sagte der korrespondierende Autor Dr. Stephen J. Freedland, Professor für Urologie am Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles und Arzt am Durham Veterans Affairs Medical Center.

(ms/BIERMANN)

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