Assoziation zwischen täglicher Schrittzahl und kardiovaskulären Erkrankungen31. März 2023 © lettas – stock.adobe.com (Symbolbild) Der Zusammenhang zwischen Schritten und dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) ist nach wie vor nur unzureichend beschrieben. Eine Meta-Analyse hat nun die die Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen täglichen Schritten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht. Dazu bezogen US-Forscher der Steps for Health Collaborative 8 prospektive Studien mit 20.152 Erwachsenen (≥18 Jahre alt) ein, deren Schritte/Tag über ein Device gemessen wurden und die in Bezug auf CVD (tödliche und nichttödliche koronare Herzkrankheit, Schlaganfall und Herzinsuffizienz) nachbeobachtet wurden. Die Studiengruppe erstellte studienspezifische Quartile, anhand derer sie Cox-Proportional-Hazards-Regressionsanalysen durchführten. Die Metaanalyse erfolgte über Modelle mit inversen, varianzgewichteten Zufallseffekten. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer betrug 63,2 ±12,4 Jahre und 52% waren Frauen. Die mittlere Nachbeobachtungszeit lag bei 6,2 Jahren (123.209 Personenjahre), wobei insgesamt 1523 CVD-Ereignisse (12,4/1000 Teilnehmerjahre) gemeldet wurden. Ältere Erwachsene (≥60 Jahre) liefen im Median 4323 Schritte/Tag (IQR 2760–6924) und jüngere Erwachsene 6911 Schritte/Tag (IQR 4783–9794). Es bestand ein signifikanter Unterschied zwischen älteren und jüngeren Erwachsenen in Bezug auf die Assoziation von Schritten/Tag und CVD. Bei älteren Erwachsenen lag die HR für Quartil 2 bei 0,80 (95%-KI 0,69–0,93), für Quartil 3 bei 0,62 (95%-KI 0,52–0,74) und für Quartil 4 bei 0,51 (95%-KI 0,41–0,63) im Vergleich zum niedrigsten Quartil. Bei jüngeren Erwachsenen lag die HR für Quartil 2 bei 0,79 (95%-KI 0,46–1,35), für Quartil 3 bei 0,90 (95%-KI 0,64–1,25) und für Quartil 4 bei 0,95 (95%-KI 0,61–1,48) im Vergleich zum untersten Quartil. Bei älteren Personen bestand ein nichtlinearer Zusammenhang, wobei mehr Schritte mit einem geringeren CVD-Risiko verbunden waren. Bei diesen war eine Schrittzahl von 6000–9000 Schritten/Tag mit einem um 40–50% geringeren CVD-Risiko verbunden, wohingegen bei jüngeren Erwachsenen die Anzahl der täglichen Schritte nicht mit dem CVD-Risiko in Verbindung gebracht werden konnte, nachdem für mögliche Störfaktoren adjustiert wurde. Fazit In der harmonisierten Metaanalyse war bei älteren Personen eine höhere tägliche Schrittzahl mit einem progressiv sinkenden Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Die Studienautoren sehen auf Grundlage ihrer Ergebnisse die Überwachung und Förderung der täglichen Schrittzahl als ein einfaches Maß, um das Risiko von CVD zu verringern. (ah) Autoren: Paluch AE et al. Korrespondenz: Amanda Paluch; [email protected] Studie: Prospective Association of Daily Steps With Cardiovascular Disease: A Harmonized Meta-Analysis Quelle: Circulation 2023;147(2):122–131. Web: https://doi.org/10.1161/CIRCULATIONAHA.122.061288
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