Asthma: Akustische Biomarker zur Diagnose nutzen

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In einer systematischen Literaturdurchsicht haben Forschende Hinweise darauf gefunden, dass akustische Biomarker (insbesondere Husten und Wheezing) vielversprechende Unterstützer bei der Diagnose und beim Monitoring von Asthma sind.

Die Suche der Autoren umfasste alle für ihre Fragestellung relevanten Arbeiten, die bis zum November 2023 in PubMed und Embase erschienen waren. 27 Veröffentlichung wurden in die Analyse aufgenommen. In deren Mittelpunkt standen akustische Hinweise als digitale Biomarker bei Asthma, die digital aufgezeichnet worden waren.

Man analysierte verschiedene Typen respiratorischer akustischer Signale, vor allem Husten und Wheezing. Diese wurden mittels Smartphones, Sensoren und digitaler Stethoskope aufgezeichnet.

In allen Studien erreichten automatisierte akustische Algorithmen eine durchschnittliche Genauigkeit der Erkennung von Husten und Wheezing, die die Forschenden mit 88,7% bezifferten (Bereich: 61–100), mit einem Median von 92%. Die Sensitivität der Identifizierung akustischer Signale erreichte 54–100,0%, mit einem Median von 90,3%. Die Spezifität berechneten die Wissenschaftler auf 67–99,7% (Median 95%). Bei 70,4% (19/27) der ausgewerteten Studien wurde ein Bias-Risiko festgestellt.

Fazit
Diese systematische Überprüfung belegt die vielversprechende Rolle akustischer Biomarker, insbesondere von Husten und Wheezing, bei der Unterstützung der Asthmadiagnose und -überwachung. Laut Einschätzung der Wissenschaftler deutet die gewonnene Evidenz darauf hin, dass akustische Biomarker das Potenzial besitzen, in die klinische Versorgung eingebunden zu werden. Sie betonen auch, dass diese in größeren und klinisch diverseren Populationen weiter bewertet werden müssen. (ac)

Autoren: Wieczorek K et al.
Korrespondenz: Karolina Wieczorek; [email protected]
Studie: Acoustic biomarkers in asthma: a systematic review
Quelle: J Asthma 2024;61(10):1165-1180.
Web: https://doi.org/10.1080/02770903.2024.2344156