Asthma: Akustische Biomarker zur Diagnose nutzen2. Januar 2025 © sofiko14 – stock.adobe.com (Symbolbild) In einer systematischen Literaturdurchsicht haben Forschende Hinweise darauf gefunden, dass akustische Biomarker (insbesondere Husten und Wheezing) vielversprechende Unterstützer bei der Diagnose und beim Monitoring von Asthma sind. Die Suche der Autoren umfasste alle für ihre Fragestellung relevanten Arbeiten, die bis zum November 2023 in PubMed und Embase erschienen waren. 27 Veröffentlichung wurden in die Analyse aufgenommen. In deren Mittelpunkt standen akustische Hinweise als digitale Biomarker bei Asthma, die digital aufgezeichnet worden waren. Man analysierte verschiedene Typen respiratorischer akustischer Signale, vor allem Husten und Wheezing. Diese wurden mittels Smartphones, Sensoren und digitaler Stethoskope aufgezeichnet. In allen Studien erreichten automatisierte akustische Algorithmen eine durchschnittliche Genauigkeit der Erkennung von Husten und Wheezing, die die Forschenden mit 88,7% bezifferten (Bereich: 61–100), mit einem Median von 92%. Die Sensitivität der Identifizierung akustischer Signale erreichte 54–100,0%, mit einem Median von 90,3%. Die Spezifität berechneten die Wissenschaftler auf 67–99,7% (Median 95%). Bei 70,4% (19/27) der ausgewerteten Studien wurde ein Bias-Risiko festgestellt. Fazit Diese systematische Überprüfung belegt die vielversprechende Rolle akustischer Biomarker, insbesondere von Husten und Wheezing, bei der Unterstützung der Asthmadiagnose und -überwachung. Laut Einschätzung der Wissenschaftler deutet die gewonnene Evidenz darauf hin, dass akustische Biomarker das Potenzial besitzen, in die klinische Versorgung eingebunden zu werden. Sie betonen auch, dass diese in größeren und klinisch diverseren Populationen weiter bewertet werden müssen. (ac) Autoren: Wieczorek K et al. Korrespondenz: Karolina Wieczorek; [email protected] Studie: Acoustic biomarkers in asthma: a systematic review Quelle: J Asthma 2024;61(10):1165-1180. Web: https://doi.org/10.1080/02770903.2024.2344156
Mehr erfahren zu: "Modernisierung des WissZeitVG: Änderungen für forschende Mediziner" Modernisierung des WissZeitVG: Änderungen für forschende Mediziner Das Bundesforschungsministerium will das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) modernisieren. Für die Deutsche Hochschulmedizin (DHM) ist der Entwurf eine „tragfähige Grundlage“. Die AWMF fordert flankierende Maßnahmen.
Mehr erfahren zu: "Rund die Hälfte aller Schwerverletzten in Deutschland verunglückt im Straßenverkehr" Rund die Hälfte aller Schwerverletzten in Deutschland verunglückt im Straßenverkehr Anlässlich des Tags der Verkehrssicherheit am 20. Juni hat die DGOU auf die hohe Rate von Schwerverletzten durch Unglücke im Straßenverkehr hingewiesen. Die Fachgesellschaft unterstützt die Forderung des Deutschen Verkehrssicherheitsrats […]
Mehr erfahren zu: "Wenn Hitze zum Risiko für künstliche Gelenke wird" Wenn Hitze zum Risiko für künstliche Gelenke wird Die AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik hat anlässlich ihres Kongresses und des bundesweiten Hitzeaktionstages am 11. Juni vor periprothetischen Frakturen gewarnt. Hitze könne zu Schwäche oder Schwindel und in […]