Anzeige Atopische Dermatitis im Kindes- und Jugendalter: Eine Herausforderung für die ganze Familie1. April 2024 Foto: © UlrikaArt, 225117661 – stock.adobe.com Die atopische Dermatitis (AD) kann in allen Altersgruppen auftreten – Kinder sind jedoch verhältnismäßig häufiger betroffen als Erwachsene.1 Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung äußert sich primär durch den teils starken Pruritus und Hautläsionen, die altersabhängig an verschiedenen Körperstellen auftreten.2 Ob Baby, (Klein-)Kind oder Jugendliche*r: Mit der AD gehen verschiedene Beeinträchtigungen für die Patient*innen und auch ihrer Familien einher.3 Die Therapie mit Dupilumab kann die Symptome eindämmen und den Kindern zu mehr Lebensqualität verhelfen4, wie auch der Fall eines 8-jährigen Patienten zeigt. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 7,1 % der Kinder im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren an AD – davon leiden 12,3 % unter einer schweren Form.1 Auch Jugendliche sind durchschnittlich häufiger als Erwachsene von AD betroffen, in Deutschland sind es etwa 12,7-13,7 % der 11- bis 17-Jährigen.5,6 Pruritus belastet Tag und Nacht Der teils starke Pruritus stellt eine große Belastung für Patient*innen jeden Alters dar. Bei Kindern wird die AD oftmals zur Herausforderung für die ganze Familie (Abb. 1).7-10 Vor allem der nächtliche Pruritus führt sowohl bei den Kindern als auch den Eltern häufig zu Schlafproblemen und -mangel. So gaben mehr als 60 % der Eltern an, aufgrund der Neurodermitis ihres Kindes an Schlafstörungen zu leiden.10 Für die betroffenen Kinder, wie etwa dem 8-jährigen Jungen aus dem vorgestellten Fall (s. u.), kann regelmäßiger Schlafmangel zu Konzentrationsstörungen und vermehrten Schulfehltagen führen: Einer europäischen Studie zufolge verpassten Kinder von 6 bis 11 Jahren mit schwerer AD im Median 7,3 Schultage innerhalb der letzten vier Wochen, bei den 12 bis 17-Jährigen waren es sogar 10,1 Tage.11 Ebenso können der starke Pruritus und die sichtbaren Ekzeme dazu führen, dass Kinder die Teilnahme an alltäglichen Aktivitäten vermeiden oder durch ihre Hauterkrankung Stigmatisierung erfahren wie beispielsweise Mobbing oder Hänseleien.3 Abb. 1: Auswirkungen einer AD bei Kindern auf die Familie (mod. nach 7-10) Signifikante Verbesserung von Pruritus und Ekzemen Wie der Fall des 8-jährigen Patienten zeigt, kann die Therapie mit Dupilumab (Dupixent®) auch bei Kindern eine signifikante Reduktion des Pruritus sowie der Hautläsionen bewirken – dies zeigen die umfassenden Studiendaten.4 In der zulassungsrelevanten LIBERTY AD PEDS-Studie konnte unter Dupilumab in Kombination mit topischen Kortikosteroiden (TCS) im Vergleich zu Placebo eine klinisch relevante und anhaltende Reduktion des Pruritus im Peak-Pruritus ≥ 4 Punkte über 16 Wochen bei den teilnehmenden Kindern mit schwerer AD im Alter von 6 bis 11 Jahren gezeigt werden (51 % vs. 12 %, p < 0,0001) (Abb. 2).4 Abb. 2: Signifikante Reduktion des Pruritus unter Dupilumab in der LIBERTY AD PEDS-Studie nach 16-wöchiger Behandlung (mod. nach 4) Außerdem erreichten 70 % der mit Dupilumab behandelten Kinder eine 75-prozentige Verbesserung ihres Hautbildes gemäß Eczema Area and Severity Index (EASI-75), während dies in den entsprechenden Placebo-Gruppen bei 27 % der Fall war (p < 0,0001) (Abb.3).4 Mit der Reduktion von sichtbaren Ekzemen kann außerdem das Risiko für Stigmatisierung minimiert und psychische Belastungen für die betroffenen Kinder verhindert werden.3,12 Abb. 3: Anteil der Patient*innen mit EASI-75-Ansprechen in der LIBERTY AD PEDS-Studie nach 16-wöchiger Behandlung (mod. nach 4) Mit der Systemtherapie ist eine langfristige Kontrolle der AD bei Säuglingen ab 6 Monaten, (Klein)Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen möglich.13 Mittels Symptomkontrolle kann die allgemeine Lebensqualität der Patient*innen und auch die der Angehörigen gesteigert werden14 Der 8-jährige Patient wies beispielsweise bereits einen Monat nach Therapiebeginn mit Dupilumab eine deutliche Verbesserung des Schlafverhaltens und der Konzentrationsfähigkeit auf, auch waren nach 3 Monaten kaum noch sichtbare entzündliche Hautläsionen festzustellen und der EASI-Wert hatte sich von 38 vor Therapiebeginn auf 7 reduziert. Neben den sichtbaren Veränderungen im Hinblick auf Hautbild und Pruritus verbesserte sich auch die Lebensqualität des jungen Patienten gemessen am CDLQI (Children’s Dermatology Life Quality Index) deutlich: Der Wert sank von 16 vor Therapiebeginn auf 3 nach 8 Monaten. Mit Dupilumab hat sich nicht nur die Lebensqualität meines jungen Patienten, sondern die seiner ganzen Familie deutlich verbessert. Eltern und Sohn sind zufrieden mit der Therapie. – Behandelnde Dermatologin des 8-jährigen Patienten Umfangreicher Nutzen in der Praxis Die zielgerichtete Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Dupilumab, dessen Wirkung auf der dualen Rezeptorblockade der IL-4-Rezeptor-α-Untereinheit und der damit verbundenen Hemmung der Signalwege der Interleukine IL-4 und IL-13 beruht15, zeigt ihre Wirkung in Studien und in der Praxis.4 Zudem weist das Biologikum, das für den langfristigen Einsatz geeignet ist, auch bei Kindern ein überzeugendes Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil auf.4,16 Dupilumab ist zugelassen zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer AD bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren sowie bei Kindern ab 6 Monaten bis 11 Jahren mit schwerer AD, die für eine Systemtherapie in Betracht kommen.13,# Komorbiditäten: eine zusätzliche Belastung Wie auch bei dem 8-jährigen Patienten, der neben der AD an Asthma, allergischer Rhinokonjunktivitis und Nahrungsmittelallergien leidet, liegen bei Menschen mit AD häufig Komorbiditäten vor.15 Grund dafür kann eine zugrundeliegende Typ-2-Inflammation sein, auf die sich mehrere atopische Erkrankungen zurückführen lassen. So haben z. B. bis zu 50 % der AD-Betroffenen auch Asthma.17 Bei Kindern mit einer AD können Komorbiditäten wie z. B. Asthma oder Allergien im Rahmen eines „atopischen Marsches“ nach und nach auftreten.18 Dupilumab kann einen Einfluss auf die Entwicklung von komorbiden Allergien oder atopischen Erkrankungen wie Asthma bronchiale haben und den atopischen Marsch verlangsamen, wie eine Studie gezeigt hat.19,* Bei dem 8-jährigen Patienten wurde bereits im Säuglingsalter eine AD diagnostiziert. Im Krankheitsverlauf kamen Komorbiditäten wie Asthma und Nahrungsmittelallergien hinzu. Als seine Eltern den Jungen erstmals bei der behandelnden Dermatologin vorstellten, beeinträchtigten die massiven Ekzeme und der starke Pruritus den Schlaf, die Konzentrationsfähigkeit und die allgemeine Lebensqualität des Jungen erheblich (SCORAD 68, DLQI 16). Die schwer ausgeprägte AD konnte mit topischen Therapien und intensiver Basispflege nicht ausreichend kontrolliert werden. Daraufhin wurde im Juni 2022 die Therapie mit Dupilumab leitliniengerecht begonnen. Zusätzlich wurde die bisherige Lokaltherapie wie auch die Basispflege – jedoch mit reduziertem Anwendungsbedarf – fortgeführt. Bereits zwei Wochen nach Therapiebeginn zeigte sich bei dem 8-Jährigen ein deutlicher Rückgang der Ekzeme. Damit ging die Reduktion des Pruritus einher (SCORAD 32 an Tag 15 nach der ersten Injektion). Nach einem Monat war der Pruritus so weit zurückgegangen, dass der Junge ein besseres Schlafverhalten und eine gesteigerte Konzentrationsfähigkeit aufwies. Nach drei Monaten waren kaum noch sichtbare Hautläsionen feststellbar (SCORAD 14). Nach weniger als einem Jahr Therapie mit Dupilumab erfuhr der Junge kaum mehr Einschränkungen in seiner Lebensqualität durch die AD (DLQI 3). Während des gesamten Therapieverlaufs war die Verträglichkeit gut – Nebenwirkungen traten nicht auf. # In der EU ist Dupilumab zugelassen13 zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis (AD) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren und bei Kindern ab 6 Monaten mit schwerer AD, die für eine systemische Therapie in Betracht kommen, als Add-on-Erhaltungstherapie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit schwerem Asthma mit Typ-2-Inflammation, gekennzeichnet durch eine erhöhte Anzahl der Eosinophilen im Blut und/oder einer erhöhten exhalierten Stickstoffmonoxid-Fraktion (FeNO), das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) plus einem weiteren zur Erhaltungstherapie angewendeten Arzneimittel unzureichend kontrolliert ist, sowie Add-on-Erhaltungstherapie bei Kindern von 6 bis 11 Jahren mit schwerem Asthma mit Typ-2-Inflammation, gekennzeichnet durch eine erhöhte Anzahl der Eosinophilen im Blut und/oder eine erhöhte exhalierte Stickstoffmonoxid-Fraktion (FeNO), das trotz mittel- bis hochdosierter ICS plus einem weiteren zur Erhaltungstherapie angewendeten Arzneimittel unzureichend kontrolliert ist. Außerdem als Add-on-Therapie mit intranasalen Kortikosteroiden zur Behandlung von Erwachsenen mit schwerer CRSwNP, die mit systemischen Kortikosteroiden und/oder chirurgischem Eingriff nicht ausreichend kontrolliert werden kann, zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Prurigo nodularis (PN) bei Erwachsenen, die für eine systemische Therapie in Betracht kommen, undzur Behandlung der Eosinophilen Ösophagitis (EoE) bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 40kg, die mit einer konventionellen medikamentösen Therapie unzureichend therapiert sind, diese nicht vertragen oder für die eine solche Therapienicht in Betracht kommt, sowie als Add-on-Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patient*innen mit durch eine erhöhte Anzahl an Eosinophilen im Blut gekennzeichneter chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), die trotz einer Kombinationstherapie aus einem inhalativen Kortikosteroid (ICS), einem langwirksamen Beta-2-Agonisten (LABA) und einem langwirksamen Muskarinantagonisten (LAMA) oder, falls ICS nicht angebracht ist, einer Kombinationstherapie aus LABA und LAMA unzureichend kontrolliert ist. * Die empfohlene, zugelassene Anfangsdosis für Dupilumab bei Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren unter 60 kg Körpergewicht ist 200 mg plus 200 mg an Tag 1, gefolgt von 200 mg als Erhaltungsdosis alle zwei Wochen. Die empfohlene, zugelassene Anfangsdosis für Dupilumab bei Jugendlichen und Erwachsenen über 60 kg Körpergewicht ist 300 mg plus 300 mg an Tag 1, gefolgt von 300 mg als Erhaltungsdosis alle zwei Wochen.13 In der Metaanalyse wurden 12 Einzelstudien untersucht. Die Dosierung variierte zwischen 100 mg alle zwei Wochen bis 300 mg pro Woche. Diese Dosierungen sind nicht zugelassen. Darüber hinaus wurden zum Teil Kinder < 12 Jahren mit mittelschwerer AD in die Studien eingeschlossen. Dupilumab ist in der EU nur für Kinder zwischen 6 Monaten und 11 Jahren mit schwerer AD, die für eine Systemtherapie in Betracht kommen, zugelassen.13 Pflichttext Dupixent® Referenzen: 1 Silverberg Jl et al. Ann Allergy Asthma Immunol 2021 126(4): 417-428.e.22 Werfel T. Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 509-203 Langenbruch A et al. J Eur Acad Dermatol Venereol 2014; 28: 719-7264 Paller AS et al. J Am Acad Dermatol 2020; 83: 1282-12935 Thamm R et al. Journal of Health Monitoring 2018; 3(3): 03-186 Radtke MA et al. J Eur Acad Dermatol Venereol 2016; 31(1): 151-1577 Carroll CL et al., Pediatr Dermatol 2005, 22:192–1998 Reid P, Lewis-Jones MS, Clin Exp Dermatol 1995; 20: 38–419 Holm EA et al., Pediatr Dermatol 2004; 21: 623–62710 Chamlin SL et al. Arch Pediatr Adolesc Med 2005; 159(8): 745-75011 Weidinger S et al. Br J Dermatol. 2024;190(6): 846-85712 Werfel T et al. S3-Leitlinie, Atopische Dermatitis, 2023, AWMF-Registernummer: 013–027, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013–027, (letzter Zugriff: August 2024)13 DUPIXENT® Fachinformation 200 mg / 300 mg, Stand Juni 202414 Paller AS et al. Adv Ther 2024: 41: 1046-106115 Gandhi NA et al. Nat Rev Drug Disc 2016; 15: 35-5016 Beck L et al. JAMA Dermatol. 2024; 160(8): 805-81217 Silverberg JM et al. Ann Allergy Asthma Immunol 2018;121(5):604-61218 Spergel JM et al. J Allergy Clin Immunol 2003; 112 (6 Suppl): 118-2719 Geba G et al. J Allergy Clin Immunol 2023; 151 (3): 756-766 Mit freundlicher Unterstützung von Sanofi und Regeneron MAT-DE-2403333-1.0-11/2024
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