Atopische Dermatitis und Handekzem: Systematisches Review zum Zusammenhang17. Oktober 2018 © magele-picture – fotolia.com Sowohl die Atopische Dermatitis als auch das Handekzem gelten als häufig auftretende und zumeist chronisch verlaufende oder rezidivierende inflammatorische Erkrankungen der Haut, die häufig zusammen auftreten. Während verschiedene Studien auf eine ‚Verwandtschaft‘ dieser beiden Hauterkrankungen hinweisen, ist bislang weder ein direkter Zusammenhang noch die exakte Ätiologie nachweisbar. Dermatologen der Universitätsklinik Kopenhagen haben kürzlich in einem Review der wissenschaftlichen Literatur den Zusammenhang zwischen Atopischer Dermatitis und Handekzem näher beleuchtet. Sie durchsuchten zunächst PubMed, EMBASE sowie das Web of Science unter Verwendung folgender Begriffe: (Atopische Dermatitis ODER Atopisches Ekzem) UND (Handdermatitis ODER Handekzem). Anschließend wurde eine Metaanalyse durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen Atopischer Dermatitis und der Punktprävalenz, der 1-Jahres-Prävalenz sowie der Lebenszeitprävalenz des Handekzems näher zu untersuchen. Die Autoren konnten 35 relevante Studien identifizieren, von denen 26 in die Metaanalyse einflossen. Die Atopische Dermatitis stand mit einer erhöhten Prävalenz des Handekzems in Zusammenhang: – Punktprävalenz: Chancenverhältnis 2,35; 95 % Konfidenzintervall, 1,47-3,76 – 1-Jahres-Prävalenz: Chancenverhältnis 4,29; 95 % Konfidenzintervall, 3,15-5,88 – Lebenszeitprävalenz: Chancenverhältnis 4,06; 95 % Konfidenzintervall, 2,72-6,06 Darüber hinaus zeigten sich positive Assoziationen zwischen Atopischer Dermatitis und berufsbedingtem Handekzem: – 1-Jahres-Prävalenz: Chancenverhältnis 4,31; 95 % Konfidenzintervall, 2,08-8,91 – Lebenszeitprävalenz: Chancenverhältnis 2,81; 95 % Konfidenzintervall, 2,08-3,79 Vergleichbare positive Assoziationen ergaben sich auch in allgemeinen Populationsstudien: Chancenverhältnis 4,19 (95 % Konfidenzintervall, 3,46-5,08) und Chancenverhältnis 5,69 (95 % Konfidenzintervall, 4,41-7,36). Die Autoren schränken die Aussagekraft ihrer Studienergebnisse dahingehend ein, dass in den untersuchten Studien häufig Fragebögen Anwendung fanden und weisen auf den Mangel an prospektiven Studien sowie die oftmals dürftigen Beschreibungen der klinischen Phänotypen hin. In der Konklusion jedoch weisen die Autoren auf eine stark erhöhte Prävalenz des Handekzems bei Patienten mit Atopischer Dermatitis hin; Ärzte sollten dementsprechend auf Patienten mit Atopischer Dermatitis dahingehend einwirken, dass diese sich von Berufen mit einem erhöhten Risiko für die Herausbildung eines Handekzems fernhalten.
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