Auf direktem Weg ins vorbereitete Krankenhaus: Niedersachsen fördert Ausbau des Notfallmanagements13. August 2019 Foto: ©hanmaomin – Adobe Stock Gesundheitsministerin Carola Reimann besucht Rettungsleitstelle Osnabrück: „Mit ‚Ivena‘ sparen Krankenhäuser und Rettungskräfte wertvolle Zeit und das kann Leben retten. Das System zeigt klar, wie Digitalisierung das Gesundheitswesen unterstützen kann und so die medizinische Versorgung in der Fläche sichert und verbessert.“ Im Notfall kann es lebensentscheidend sein, schnell in das richtige Krankenhaus zu kommen. Genau hierauf zielt das internetbasierte System „Ivena“ (interdisziplinärer Versorgungsnachweis) ab. Es vernetzt Rettungsleitstellen, Rettungswagen und Krankenhäuser miteinander. 2015 in drei Modellregionen gestartet, nutzen es jetzt bereits 74 der 172 Krankenhäuser und 17 Leitstellen. „Die Zielsetzung der Landesregierung ist klar“, betonte Gesundheitsministerin Carola Reimann anlässlich ihres Leitstellenbesuchs in Osnabrück, „Ivena soll flächendeckend in ganz Niedersachsen zum Einsatz kommen. Denn nach den ersten Jahren zeigt sich, die Anwendung läuft gut – Krankenhäuser, Rettungsdienste sowie Patientinnen und Patienten profitieren.“ Für den Ausbau stellt das Land bis 2022 insgesamt 2,8 Millionen Euro zur Verfügung. Die Rettungsleitstelle von Stadt und Landkreis Osnabrück ist bereits seit 2015 als Modellleitstelle dabei und hat das System seit seiner Einführung auf Herz und Nieren getestet. Dr. Andreas Mennewisch, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes, demonstrierte die täglichen Abläufe und Vorzüge des Systems: „Die Rettungsleitstellen und Rettungswagen melden den Krankenhäusern die Patientin oder den Patienten über Ivena an, und zwar mit genauer Definition der Erkrankung. Im Gegenzug melden die Krankenhäuser den Rettungsleitstellen die freien oder überlasteten Kapazitäten bis hin zur kleinsten organisatorischen Einheit, zum Beispiel ob ein OP oder ein Intensivbett verfügbar oder ob der Kernspintomograf zwischen 10 und 12 Uhr nicht verfügbar ist.“ Dank der Echtzeitkommunikation wird im System das nächstgelegene und geeignete Krankenhaus angezeigt. „Gleichzeitig können sich die Notaufnahmen in den Krankenhäusern auf die Patientinnen und Patienten vorbereiten. Das ist ein großer Vorteil, wenn es um wertvolle Zeit in der Behandlungskette geht“, ergänzt Mennewisch. Für Reimann macht Ivena eines deutlich: „Die Digitalisierung kann unser Gesundheitswesen unterstützen und so die medizinische Versorgung in der Fläche sichern und verbessern.“ Auch die Krankenhäuser in Bremen nutzen mittlerweile das System. Niedersachsen sei auf diesem Gebiet innovativ, so die Ministerin.
Mehr erfahren zu: "Mehr Schwerverletzte nach gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Stichwaffen" Mehr Schwerverletzte nach gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Stichwaffen Laut einer Analyse aus dem TraumaRegister DGU® der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie nimmt die Anzahl Schwerverletzter aufgrund von Stichwaffen auf einem insgesamt niedrigem Niveau zu.
Mehr erfahren zu: "Hitzeschutz: Nur fünf Prozent der Patientenzimmer sind klimatisiert" Hitzeschutz: Nur fünf Prozent der Patientenzimmer sind klimatisiert Laut einer Blitzumfrage des Deutschen Krankenhausinstitutes im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) können 59 Prozent der deutschen Kliniken kein einziges Patientenzimmer kühlen. Bei den restlichen 41 Prozent gelingt dies im […]
Mehr erfahren zu: "Neue 3D-Membran verbessert Sauerstoffversorgung bei künstlichen Lungen und ECMO" Neue 3D-Membran verbessert Sauerstoffversorgung bei künstlichen Lungen und ECMO Eine künstliche Lunge aus dem 3D-Drucker? Forschende aus Hannover sind diesem Ziel einen bedeutenden Schritt näher gekommen. Sie entwickelten eine neue 3D-gedruckte Membranarchitektur, die einen effizienteren Gasaustausch ermöglicht und das […]