Aus dem Verkehr: Osnabrücker Zöllner beschlagnahmen Potenzmittel im Postpaket2. Dezember 2021 Eine Aufgabe des Zolls ist es, illegale Warensendungen aufzudecken. Bild: Hauptzollamt Osnabrück Im Rahmen der Postabfertigung haben Zollbeamte aus Osnabrück einem Paket aus der Türkei am 29.11.2021 potenzsteigernde Arzneimittel gefunden. Hierbei handelte es sich um 10 Schachteln eines Sildenafil-Generikums. Da Privatpersonen nach dem deutschen Arzneimittelrecht im Wege des Post- oder Kurierversands grundsätzlich keine Arzneimittel aus dem Ausland beziehen dürfen, stellten die Zöllner die Medikamente sicher. Das staatliche Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg hat die Potenzmittel in Verwahrung genommen und wird das Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz in seiner Zuständigkeit fortführen. Der Verkehr mit Arzneimitteln unterliegt in Deutschland zum Schutz der Bevölkerung vor gesundheitlichen Risiken und Schäden strengen Vorschriften nach dem Arzneimittelgesetz (AMG). Das Hauptzollamt Osnabrück betont in einer Mitteilung zu dem Fund, dass Präparate, die möglicherweise im Ausland frei gehandelt werden, wie z.B. Nahrungsergänzungsmittel, Vitaminpräparate oder rein pflanzliche Naturheilmittel, insbesondere wenn diese als Mittel zur Behandlung von Krankheiten dargestellt werden, in Deutschland als Arzneimittel gelten können und damit dem Arzneimittelgesetz unterliegen. Auf die arzneimittelrechtlichen Bestimmungen des Landes, in dem das Präparat angeboten bzw. verkauft wird, komme es dabei nicht an. Darüber hinaus können Präparate, die bestimmte pflanzliche oder tierische Stoffe enthalten, auch den artenschutzrechtlichen Bestimmungen unterliegen. Arzneimittel, die in Deutschland für das betreffende Anwendungsgebiet nicht erhältlich sind, könnten bei einer in Deutschland ansässigen Apotheke bestellt werden, so das Hauptzollamt weiter. Dazu benötigt der Patient vorab eine entsprechende ärztliche oder zahnärztliche Verschreibung. Hauptzollamt Osnabrück / ms)
Mehr erfahren zu: "Urologen entrüstet über erweiterte Terminmeldepflicht" Urologen entrüstet über erweiterte Terminmeldepflicht Der Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) lehnt die Verschärfung der Terminmeldepflicht für Vertragsarztpraxen, die der Deutsche Bundestag am 15.10.2026 beschlossen hat, rundum ab. Der Verband bekräftigt die Entrüstung und Kritik […]
Mehr erfahren zu: "PROMETHEUS will Diagnostik und Therapie von Prostatakrebs neu aufstellen" PROMETHEUS will Diagnostik und Therapie von Prostatakrebs neu aufstellen Das EU-finanzierte Projekt PROMETHEUS bringt Krebsexperten, Kliniker und Datenwissenschaftler zusammen, um die Diagnostik und Therapie von Prostatakrebs grundlegend zu verbessern. Die Forscher nutzen künstliche Intelligenz (KI) und Big Data, um […]
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.