Ausgezeichnete Grundlagenforschung27. Oktober 2017 Matthias Pumberger erläuterte seine Forschungsarbeit vor Pressevertretern. (Foto: Biermann Medizin, hr) Der Grundlagenforschungspreis 2017 der DGOU ging zu gleichen Teilen an Jana Riegger, M.Sc. vom Universitätsklinikum Ulm und Dr. Matthias Pumberger von der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert. Pumberger hat in seiner Arbeit „Synthetic niche to modulate regenerative potential of MSCs and enhance skeletal muscle regeneration“ untersucht, wie autologe Stammzellen zu einer besseren Regeneration der verletzten Skelettmuskulatur beitragen können. Der 30-jährige Wissenschaftler konnte im Tiermodell nachweisen, dass die Muskelkraft nach autologen Zelltransplantationen gesteigert werden kann. Die Ergebnisse der Studie sind Grundlage für weiterführende translationale Forschungen mit autologen Stammzellen. Riegger ging in ihrer Studie „Antioxidative therapy in an ex vivo human cartilage trauma-model: Attenuation of trauma-induced cell loss and ECM-destructive enzymes by N-acetyl cysteine“ der Frage nach, welche therapeutischen Effekte das Antioxidans NAC bei Knorpeln hat, die bei einer Verletzung des Kniegelenks geschädigt wurden. Die 30-jährige Humanbiologin konnte zeigen, dass eine siebentägige NAC-Therapie Knorpelzellen vor dem Zelltod schützt und den Abbau der Knorpelmatrix reduziert. Frühzeitig eingesetzt könnte dieser therapeutische Ansatz zukünftig dazu dienen, den fortschreitenden Abbau des Knorpelgewebes einzudämmen und dadurch das Risiko für eine posttraumatische Arthrose zu vermindern.
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