Rheuma online auf die Spur kommen17. Juli 2026 Screenshot von der Webseite “Rheumatic?” (Quelle: https://rheumatic.elsa.science/de/) Das neue kostenlose Online-Tool „Rheumatic?“ unterstützt Menschen mit Verdacht auf rheumatische Erkrankungen – Studienteilnehmende gesucht. Anhaltende Gelenkschmerzen, unaufhörliche Beschwerden oder die Sorge, dass etwas nicht stimmt? Menschen mit möglichen rheumatischen Erkrankungen durchleben häufig eine lange Phase der Unsicherheit. Bis eine Diagnose gestellt wird, vergehen oft Monate oder sogar Jahre. „Rheumatic?“ stellt wissenschaftlich entwickelten Fragebogen bereit Ein neues digitales Angebot soll Betroffene dabei unterstützen, ihre Beschwerden besser einzuordnen und gut vorbereitet in ärztliche Gespräche zu gehen. Ziel ist es, den Zugang zur Versorgung zu verbessern. Im Online-Tool „Rheumatic?“ können Personen mit Verdacht auf rheumatische Erkrankungen einen wissenschaftlich entwickelten Fragebogen ausfüllen und erhalten anschließend eine persönliche Symptomübersicht. Diese kann gespeichert, ausgedruckt und zum Arzttermin mitgenommen werden. Tool soll in Studie getestet werden Für die begleitende Studie sucht die Arbeitsgruppe „Digitale Medizin und Versorgungsforschung“ von PD Dr. Harriet Morf, Fachärztin der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Uniklinikums Erlangen, nun Studienteilnehmende, die das Tool testen und anschließend Fragen dazu beantworten möchten. Ziel: Erleichterte Arzt-Patienten-Kommunikation „Digitale Angebote können die ärztliche Diagnostik nicht ersetzen. Sie können aber dazu beitragen, Menschen früher zu erreichen, Orientierung zu geben und den Zugang zur Versorgung zu vereinfachen. Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten dabei zu unterstützen, sich besser auf medizinische Gespräche vorzubereiten und ihre Beschwerden gezielter zu kommunizieren“, erklärt Morf. Das digitale Angebot „Rheumatic?“ wurde in enger Zusammenarbeit mit Rheumatologen und Patienten entwickelt und deckt unterschiedliche rheumatische Erkrankungen ab. Es dient ausdrücklich nicht der Diagnosestellung, sondern soll die Kommunikation zwischen Betroffenen und Behandelnden unterstützen und dadurch eine frühzeitige medizinische Abklärung erleichtern, so die Verantwortlichen. Ziel des Forschungsprojektes sei es, zu untersuchen, wie Menschen digitale Unterstützung bei der Orientierung im Gesundheitssystem erleben und wie solche Angebote künftig verbessert werden können. Studienteilnahme: Nutzerinnen und Nutzer, die an der Studie teilnehmen möchten, werden nach der Verwendung des Online-Tools viermal per E-Mail zu ihrem Gesundheitszustand, möglichen Diagnosen und Behandlungen befragt. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Weiterentwicklung von „Rheumatic?“ ein. Das Online-Tool steht allen Interessierten – unabhängig davon, ob sie an der Studie teilnehmen oder nicht – kostenlos zur Verfügung. Weitere Informationen und Zugang zum Tool: https://rheumatic.elsa.science/de/ Europäische Zusammenarbeit Die Untersuchung ist Teil des europäischen Forschungsprojekts SPIDeRR unter Leitung der Universität Leiden, in dem Forschende und Versorgungspartner aus mehreren Ländern gemeinsam neue Ansätze zur früheren Erkennung und besseren Versorgung rheumatischer Erkrankungen entwickeln. Unterstützt wird die Initiative außerdem durch den Deutschen Rheuma-Liga Bundesverband e. V., der sich für eine bessere Versorgung, Information und Beteiligung von Menschen mit rheumatischen Erkrankungen einsetzt. Neben dem Uniklinikum Erlangen beteiligt sich aus Deutschland auch die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane. Mehr zum Forschungsprojekt SPIDeRR: https://spiderr-project.eu/ Quelle: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Auch interessant: Online-Informationen für Rheuma-Patienten
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