Ausrottung von H. pylori auf Gemeindeebene senkt Magenkrebsrisiko

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Massenscreenings auf Helicobacter pylori und darauffolgende Eradikationen kommen als gesundheitspolitische Maßnahme infrage, um Magenkrebs vorzubeugen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie aus China. Laut Prof. Kai-Feng Pan vom Peking University Cancer Hospital & Institute und ihren Kollegen tragen >40% der Weltbevölkerung den Keim in sich.

Die gemeindebasierte, Cluster-randomisierte, kontrollierte Interventionsstudie zur Überlegenheit wurde im Bezirk Linqu, China, mit Personen durchgeführt, die bei einem C-13-Harnstoff-Atemtest positiv auf H. pylori getestet wurden. Sie wurden randomisiert für eine 10-tägige 4-fache Anti-H.-pylori-Therapie (bestehend aus 20 mg Omeprazol, 750 mg Tetracyclin, 400 mg Metronidazol und 300 mg Bismutcitrat) oder eine symptomlindernde Behandlung mit einer täglichen Dosis Omeprazol und Bismutcitrat. H.-pylori-negative Personen erhielten hingegen keine Behandlung.

Insgesamt wurden 180.284 geeignete Teilnehmer aus 980 Dörfern aufgenommen. Im Verlauf der Nachbeobachtung über 11,8 Jahre wurden 1035 Fälle von Magenkrebs dokumentiert. Personen, die gegen H. pylori behandelt worden waren, zeigten in ITT-Analysen eine leichte Reduktion der Magenkrebsinzidenz (HR 0,86; 95%-KI 0,74–0,99). Dabei fiel der Effekt bei jenen mit erfolgreicher H.-pylori-Eradikation stärker aus (HR 0,81; 95%-KI 0,69–0,96) als bei Patienten, bei denen die Behandlung fehlschlug. Bei 1345 Teilnehmern wurden während der 10-tägigen Behandlung lediglich mäßig schwere Nebenwirkungen gemeldet. (sf)

Autoren: Pan KF et al.
Korrespondenz: Kai-Feng Pan; [email protected]
Studie: Gastric cancer prevention by community eradication of H. pylori: a cluster-randomized controlled trial
Quelle: Nat Med 2024;30(11):3250–3260.
Web: https://doi.org/10.1038/s41591-024-03153-w