Auswirkungen des Zuckerkonsums auf die Gesundheit

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Chinesische Forschende überprüften für eine Übersichtsarbeit publizierte Metaanalysen und Studien zum Zuckerkonsum und den damit verbundenen gesundheitlichen Folgen. Dafür bewerteten sie die Qualität der Nachweise, mögliche Verzerrungen und die Validität der Daten.

Die Wissenschaftler schlossen nach ihrer Datenbankrecherche alle Arbeiten ein, in denen die Auswirkungen des Zuckerkonsums auf gesundheitliche Ergebnisse bei Menschen ohne akute oder chronische Krankheiten untersucht worden waren (73 Metaanalysen und 83 gesundheitsbezogene Ergebnisse aus 8601 Einzelpublikationen). So wiesen sie signifikant schädliche Assoziationen zwischen Zuckerkonsum und 18 endokrin/metabolischen, 10 kardiovaskulären, 7 Krebs- und 10 anderen klinischen Outcomes (neuropsychiatrische, zahnmedizinische, hepatische, osteale und allergische Outcomes) nach.

Hinweise von mäßiger Qualität deuteten darauf hin, dass der höchste vs. niedrigste Zuckerkonsum mit einem erhöhten Körpergewicht (zuckergesüßte Getränke; Evidenzklasse IV) und einer ektopischen Fettspeicherung (zugesetzter Zucker; Evidenzklasse IV) assoziiert war.

Weniger aussagekräftige Belege zeigten, dass jeder Anstieg des Konsums von zuckergesüßten Getränken um 1 Portion/Woche mit einem um 4% höheren Gichtrisiko (Evidenzklasse III) und jeder Anstieg des Konsums von zuckergesüßten Getränken um 250 ml/Tag mit einem um 17 bzw. 4% höheren Risiko für koronare Herzkrankheiten (Evidenzklasse II) bzw. für die Gesamtmortalität (Evidenzklasse III) korrelierte. Zudem gab es Hinweise von niedriger Qualität, dass jeder Anstieg des Fruktosekonsums um 25 g/Tag mit einem 22% höheren Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs assoziiert war (Evidenzklasse III).

Fazit
Ein hoher Zuckerkonsum ist im Allgemeinen eher schädlich, insbesondere bei kardiometabolischen Erkrankungen. Es wird empfohlen, den Verzehr von freiem Zucker oder zugesetztem Zucker auf <25 g/Tag (ca. 6 Teelöffel/Tag) zu beschränken und den Verzehr von zuckergesüßten Getränken auf <1 Portion/Woche (etwa 200−355 ml/Woche) zu reduzieren, um die negativen Effekte des Zuckers zu verringern. (je)

Autoren: Huang Y et al.
Korrespondenz: Liangren Liu; [email protected]
Studie: Dietary sugar consumption and health: umbrella review
Quelle: BMJ 2023;381:e071609.
Web: https://doi.org/10.1136/bmj-2022-071609