Auszeichnung für herausragende Arbeiten in der Krebsforschung22. Mai 2024 Preisträgerin Dr. Ana Banito (Foto: © S. Schmitt/ KiTZ) Für ihre herausragenden Forschungen zur Biologie von Weichteilsarkomen, einer besonders bei Kindern und jungen Erwachsenen vorkommenden Tumorart, erhält Dr. Ana Banito den Hella Bühler-Preis – verbunden mit einem Preisgeld von 100.000 Euro. In ihrer Forschung konzentriert sich Dr. Ana Banito auf die bislang noch wenig verstandenen molekularen Entstehungsmechanismen von Weichteilsarkomen, die auch aufgrund fehlender Modelle für translationale Studien besonders schwierig zu behandeln sind. Ziel der Wissenschaftlerin ist es daher, die zugrundeliegenden Mechanismen der Tumorbildung zu verstehen, die in den Tumoren von Sarkom-Patienten beobachteten Veränderungen genetisch nachzuahmen und Ansätze zu entwickeln, um ein Wachstum der Sarkomzellen zu unterbinden. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeiten liegt in den epigenetischen Mechanismen, die bei vielen dieser Sarkome dereguliert sind. Auch hier ist ein besseres Verständnis entscheidend für neue therapeutische Strategien. Ana Banito studierte Biologie an der Universität Lissabon (Portugal) und wurde im Jahr 2011 im Bereich der Biowissenschaften an der Medizinischen Fakultät des Imperial College London (Großbritannien) promoviert. Anschließend forschte sie als Postdoktorandin im Rahmen des Programms „Krebsbiologie und Genetik“ am Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York (USA). Seit 2019 leitet Dr. Banito die Nachwuchsgruppe „Weichteilsarkome“, die am Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum angesiedelt ist. Im vergangenen Jahr wurde Ana Banito als eine von 26 Forscherinnen und Forschern für das EMBO Young Investigator Programme der European Molecular Biology Organization (EMBO) ausgewählt. Der von der Heidelberger Zahnärztin Dr. Hella Bühler (1910 bis 2002) gestiftete Forschungspreis wendet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der Universität Heidelberg oder an junge Forscherinnen und Forscher, die der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Ruperto Carola) in wissenschaftlicher Kooperation verbunden sind. Die Auszeichnung soll die Preisträger in einer frühen Phase der Karriere dabei unterstützen, ihre bereits herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Krebsforschung fortzuführen und zu vertiefen. Er wird von der Universität vergeben und ist eine der höchstdotierten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Krebsforschung in Deutschland.
Mehr erfahren zu: "So manipuliert RSV die Immunabwehr in Atemwegszellen" So manipuliert RSV die Immunabwehr in Atemwegszellen Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) kann schwere Erkrankungen der unteren Atemwege verursachen, insbesondere bei Neugeborenen und älteren Menschen. Forschende aus Hannover, Würzburg, Regensburg und Braunschweig haben nun aufgeklärt, wie es das […]
Mehr erfahren zu: "Umfrage: Mehr junge Menschen nehmen Drogen" Umfrage: Mehr junge Menschen nehmen Drogen Am 26. Juni ist Weltdrogentag. Eine Umfrage unter jungen Menschen bringt keine guten Nachrichten. Den Bundesdrogenbeauftragten besorgt vor allem der gestiegene Konsum von Kokain.
Mehr erfahren zu: "Neue S3-Leitlinie schließt Versorgungslücke bei Adipositas im Jugendalter" Neue S3-Leitlinie schließt Versorgungslücke bei Adipositas im Jugendalter Die Transition von der Pädiatrie zur Erwachsenenmedizin stellt eine sensible Phase dar, die bei Jugendlichen, die an chronischen Erkrankungen leiden, mit einem erhöhten Risiko für den Abbruch der kontinuierlichen medizinischen […]