Auszeichnung für Kölner Krebsmediziner: Aufschlüsselung Tumor-Mechanismus prämiert7. Mai 2020 Dr. Ron Jachimowicz (Foto: © Michael Wodak, Uniklinik Köln) Unser Erbgut wird tagtäglich beschädigt. Bei der Entscheidung, wie schwere Schäden in der DNA behoben werden sollen, müssen Zellen zwischen einem fehleranfälligen und einem fehlerfreien Reparaturweg wählen. Das Urteil ist wichtig, denn die Entscheidung zur fehleranfälligen Reparatur kann weitere DNA-Schäden nach sich ziehen und zur Krebsentstehung beitragen. Dr. Ron Jachimowicz, Arzt und Wissenschaftler der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln, fand kürzlich heraus, dass das Protein UBQLN4 die Entscheidung über das Einschlagen beider Reparaturwege maßgeblich steuert. Die Ergebnisse wurden in dem renommierten Fachjournal Cell publiziert. Für diese Erkenntnisse würdigte die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) Dr. Ron Jachimowicz am 6. Mai mit ihrer höchsten Auszeichnung, dem Theodor-Frerichs-Preis. „Die Erkenntnisse von Dr. Jachimowicz sind wegweisend für das molekulare Verständnis der DNA Reparatur und resultierender Behandlungsansätze in der Krebsforschung“, begründet Univ.-Prof. Jürgen Floege, Vorsitzender der DGIM, die Entscheidung der Juroren. „Mit wissenschaftlicher Konsequenz identifizierten die Autoren über die Aufschlüsselung eines neuen Syndroms den Mechanismus eines bislang unbekannten Proteins in der fehleranfälligen DNA Reparatur und zeigen damit einen Therapieansatz in der Behandlung von Tumoren mit DNA Reparaturstörungen auf“, so Floege. Die DGIM verlieh den Preis zusammen an Dr. Jakob Nikolas Kather von der Uniklinik RWTH Aachen. Jachimowicz leitet seine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns in Köln. Neben seiner Arbeit in der Grundlagenforschung ist Jachimowicz in der Behandlung von onkologischen Patienten in der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln tätig. Die Auszeichnung ist mit 30.000 Euro dotiert.
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