Bariatrische Eingriffe bei adipösen Patienten mit Asthma: Vorteilhaft auch für die Lungenfunktion

Foto: © grinny/stock.adobe.com

Ein bariatrischer Eingriff kann sich bei Patienten, die an Asthma und Fettleibigkeit leiden, auch günstig auf die Lungengesundheit auswirken. Das hat eine jüngst veröffentlichte exploratorische Pilotstude ergeben.

Darin beobachtete ein Forscherteam um Erstautorin Jennifer Leigh Ingram von der Duke University School of Medicine, dass eine bessere Lungenfunktion und ein Ansprechen auf Bronchodilatation mit frühen Veränderungen von Entzündungsmarkern im Serum nach Adipositas-Chirurgie in Zusammenhang stehen.

Die Wissenschaftler verglichen für ihre Untersuchung am Duke University Medical Center in Durham 6 Patienten ohne und 7 Patienten mit Asthma an 3 Zeitpunkten: 2 Wochen vor der Adipositas-­Chirurgie (Baseline) sowie 30 und 90 Tage nach dem Eingriff. Beurteilt wurden die Serumzytokinwerte, Blutzellengesamtzahl sowie Spirometriewerte vor und nach Bronchodilatation.

Hinsichtlich der Reduktion des Body-Mass-Index und der Serumleptinwerte unterschieden sich die beiden Gruppen an beiden Unter­suchungsterminen nach dem bariatrischen Eingriff nicht (p > 0,10). Bei der Beurteilung 30 Tage post­operativ ergab sich bei den Asthma­patienten eine Senkung von C-reaktivem Protein (p = 0,03). Dahingegen war in der Asthmagruppe im Gegensatz zu der Gruppe ohne Asthma die Zahl der Blutlymphozyten gestiegen (p = 0,02).

Serumleptin stand den Studienautoren zufolge in einem negativen Zusammenhang mit der Veränderung des Ansprechens auf Bronchodilatation 30 Tage nach dem Eingriff (p = 0,07). Die Serumwerte für Tumornekrosefaktor-a erwiesen sich als mit einer besseren Lungenfunktion nach 90 Tagen assoziiert (p = 0,04).

(ac)