Basalzellkarzinom: Hohe Patientenzufriedenheit bei minimalinvasiver Laserbehandlung

KI-generiertes Symbolbild, erstellt mit Google Gemini

Bei sorgfältig ausgewählten Basalzellkarzinomen (BCC) könnte die bildgebungsgesteuerte Laserablation eine Alternative zur Operation sein. In einer kleinen Studie würden sich 26 von 31 Befragten erneut dafür entscheiden.

Eine aktuelle prospektive Kohortenstudie untersucht einen „One-Stop“-Ansatz zur Behandlung von BCC mit Niedrigrisikomerkmalen und einer mittels Bildgebung bestimmten Tumortiefe von höchstens 300 µm. Dabei kamen die konfokale Reflexionsmikroskopie und die optische Kohärenztomografie (RCM–OCT) zum Einsatz, gefolgt von einer Er:YAG-Laserablation und einer unmittelbar anschließenden Bildgebung. Durch die Kombination moderner Bildgebung mit einem digital gesteuerten Laser können Behandler die Tumortiefe bestimmen, den Tumor vaporisieren und noch während desselben Termins bildgebend auf verbliebene Tumorreste prüfen. Eine routinemäßige histologische Bestätigung der vollständigen Tumorentfernung erfolgte nicht. Die Studie mit Chih-Shan Jason Chen, MD, PhD, als einem der beiden Seniorautoren wurde in „Lasers in Surgery and Medicine“, der offiziellen Fachzeitschrift der American Society for Laser Medicine and Surgery (ASLMS) veröffentlicht.

Bildgebung steuert Auswahl und Ablation

„Wir zeigen, dass die Integration moderner optischer Bildgebung mit einem digital gesteuerten Erbium:YAG-Laser es Ärzten ermöglicht, Tumoren präzise auf ihre Eignung für die Behandlung zu prüfen, ihre Tiefenausdehnung zu kartieren, unmittelbar eine Ablation durchzuführen und sofort die Tumorfreiheit der Behandlungsränder zu überprüfen“, erklärte Chen vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center, New York (USA), in der ASLMS-Pressemitteilung. „Letztlich ebnet diese Studie den Weg für die künftige Entwicklung einer vollautomatisierten Plattform zur Tumorerkennung und -zerstörung mit geschlossenem Regelkreis.“

Die Überprüfung der Tumorfreiheit erfolgte in der Studie ausschließlich bildgebend. Von 148 untersuchten Läsionen bei 104 Patienten erfüllten 58 Läsionen bei 39 Patienten die Kriterien für die Laserbehandlung. Geeignet waren BCC mit superfiziellen oder nodulären Niedrigrisikomerkmalen und einer mittels RCM–OCT bestimmten Tiefe von höchstens 300 µm. Bei 53 der 58 behandelten Läsionen zeigte die Bildgebung nach der ersten Ablation keinen Resttumor. Bei fünf Läsionen wurden Tumorreste erkannt und noch während desselben Termins erneut abladiert, bis auch hier bildgebend kein Resttumor mehr nachweisbar war. Das gesamte Behandlungsprotokoll dauerte etwa 45–60 Minuten pro Patient.

Die Patientenzufriedenheit wurde mit einem studienspezifischen telefonischen Fragebogen mindestens ein Jahr nach der Behandlung erhoben. Von den 39 behandelten Patienten nahmen 31 an der Befragung teil. Davon würden sich 26 bei einem weiteren BCC wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich erneut für die Laserablation entscheiden. 30 Patienten bewerteten das Erscheinungsbild ihrer Narben als akzeptabel. Drei Patienten berichteten über leichte, vorübergehende Beschwerden.

Langzeitdaten bleiben begrenzt

Insgesamt legen die Ergebnisse nahe, dass die RCM–OCT-gesteuerte Er:YAG-Laserbehandlung bei sehr sorgfältig ausgewählten BCC mit Niedrigrisikomerkmalen und einer Tumortiefe von höchstens 300 µm eine minimalinvasive Alternative zur Operation darstellen könnte. Für 54 behandelte Läsionen lag eine ausreichende Nachbeobachtung zur Rezidivauswertung vor. Deren Dauer betrug im Median 32 Monate. Ein Rezidiv wurde nach 53 Monaten festgestellt und erneut mittels Laserablation behandelt. Da nur sechs der 58 behandelten Läsionen mindestens fünf Jahre nachbeobachtet wurden, lässt sich keine belastbare 5-Jahres-Rezidivrate angeben. Eine Gleichwertigkeit mit der Operation ist durch die Studie nicht belegt.

Bei 23 von 108 zuvor biopsiebestätigten BCC zeigte die RCM–OCT bereits vor einer weiteren Behandlung keinen Resttumor. Dies deutet darauf hin, dass die diagnostische Biopsie den Tumor möglicherweise vollständig entfernt hatte. Die betreffenden Läsionen wurden klinisch beobachtet. Da für diese Gruppe keine gesonderten Verlaufs- oder Rezidivergebnisse berichtet werden, lässt sich aus der Studie jedoch nicht ableiten, ob ein Verzicht auf eine weitere Behandlung langfristig ausreichend sicher ist. Die geringe Größe der monozentrischen Studie, die begrenzte Langzeitnachbeobachtung, die spezialisierte Technik und Expertise sowie die fehlende routinemäßige histologische Bestätigung der Tumorfreiheit machen größere vergleichende Studien erforderlich, bevor der Ansatz breit angewendet werden kann. (ins)