Basalzellkarzinom: Verbesserte Detektion mit neuer Bildgebung15. September 2025 © MQ-Illustrations – stock.adobe.com (Symbolbild) Ein topisches fluoreszierendes molekulares Kontrastmittel, PARPi-FL, kann Basalzellkarzinome bereits innerhalb von fünf Minuten in menschlichen Gewebeproben nachweisen. Das Basalzellkarzinom ist die häufigste Form von Hautkrebs, und eine frühzeitige Therapie führt in der Regel zu guten Behandlungsergebnissen. Die definitive Diagnose erfolgt jedoch derzeit ausschließlich mittels Biopsie, was die Diagnose verzögern und Folgevorstellungen zur histopathologischen Bestätigung nach sich ziehen kann. Neue nichtchirurgische Therapien für frühe Basalzellkarzinome könnten direkt am Patientenbett appliziert werden, erfordern jedoch hochpräzise, nichtinvasive diagnostische Methoden, so Manu Jain vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York (USA). Die vorgestellte Studie untersuchte die Machbarkeit der Anwendung der fluoreszenten Konfokalmikroskopie mit PARPi-FL zur verbesserten Erkennung von Basalzellkarzinomen im klinischen Kontext. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im „Journal of Nuclear Medicine“. Präklinische Daten bestätigen Sicherheit In der Studie wurden optimale Dosierung, Applikationsdauer und diagnostische Leistungsfähigkeit von PARPi-FL anhand menschlicher Gewebeproben (ex vivo), darunter Präparate aus der plastischen Chirurgie, Mohs-Chirurgie (Basalzellkarzinome) sowie frische Exzisionen (benigne und Basalzellkarzinome), evaluiert. Darüber hinaus wurde die praktische Anwendung mittels Gazekompressen sowie die Echtzeit-in-vivo-Bildgebung mittels Konfokalmikroskopie an tumortragenden Mäusen studiert. Präklinische toxikologische Untersuchungen bestätigten die Sicherheit. PARPi-FL-Fluoreszenz-Konfokalmikroskopie zur Erkennung des Basalzellkarzinoms (© Image created by Manu Jain and Ashish Dhir, Memorial Sloan Kettering Center, NYC, USA) Bereits eine minimale topische Dosis von 10 µM, angewendet über 2 bis 5 Minuten mittels Gazekompressen, erreichte eine ausreichend tiefe Penetration in die Dermis. PARPi-FL erzeugte ein starkes Fluoreszenzsignal in Basalzellkarzinomläsionen, während benigne Gewebe signifikant schwächer fluoreszierten, was die diagnostische Aussagekraft unterstreicht. Zusätzlich bestätigten präklinische Daten die Sicherheit der topischen Anwendung von PARPi-FL, so Ashish Dhir, vom Office of Entrepreneurship and Commercialization, Memorial Sloan Kettering Cancer Center, New York (USA). Möglicherweise auch beim Melanom einsetzbar Die Integration dieses zielgerichteten Farbstoffs in die In-vivo-Bildgebung könnte die diagnostische Zuverlässigkeit deutlich erhöhen, unnötige Biopsien benigner Läsionen vermeiden und eine frühzeitige, nichtinvasive Therapie des Basalzellkarzinoms ermöglichen, betont Jain. Wichtig ist zudem: Da PARP1 auch in Melanomen überexprimiert wird, unterstützen die Ergebnisse die Übertragbarkeit des Ansatzes auf das Melanom und bieten eine vielversprechende Option zur Differenzierung maligner von benignen pigmentierten Läsionen ohne Biopsie. (ins)
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