Baseline-PSA kann Sterberisiko durch Prostatakrebs nach 30 Jahren abschätzen15. Dezember 2021 Wie sinnvoll ist die Bestimmung eines Baseline-PSA-Wertes? Foto: ©angellodeco – stock.adobe.com Schwedische Mediziner haben untersucht, ob ein langfristiger Zusammenhang zwischen einem Baseline-Wert des Prostataspezifischen Antigens (PSA) und dem Risiko für den Tod durch Prostatakrebs innerhalb von 30 Jahren besteht. Dabei berücksichtigten sie auch das Verhältnis von freiem zu Gesamt-PSA (f/t PSA). Insgesamt 1782 Männer wurden mittels PSA-Messung auf Prostatakrebs untersucht. Einige Jahre später wurde aus gefrorenen Plasmaproben f/t PSA berechnet. Beim Follow-up nach 30 Jahren verglichen die Autoren die Werte für Baseline-PSA und f/t PSA mit aktuellen Daten aus dem schwedischen Todesursachenregister und dem schwedischen Krebsregister. Die Werte für PSA und f/t PSA wurden in einer multivariablen Analyse als kontinuierliche Variablen behandelt und nach ihrer Verteilung und sinnvollen klinischen Schwellenwerten stratifiziert. Das 30-Jahres-Sterberisiko durch Prostatakrebs war bei einem höheren Baseline-PSA signifikant erhöht, wobei die Hazard Ratio 1,04 (95%-KI 1,03–1,09) pro Anstieg des PSA um eine Einheit betrug. Das Hinzufügen von f/t PSA erhöhte die Unterscheidungsfähigkeit des Modells (Konkordanzindex 0,84–0,88). Männer mit PSA-Werten <1,0 ng/ml hatten mit 1,2% ein sehr geringes Langzeitrisiko für den Tod durch PCa. Ein f/t PSA ≥0,25 erweitert den Niedrigrisikobereich auf PSA <2,0 ng/ml (1,5 % Risiko). „PSA-Tests können bei Männern im Alter von 55–70 Jahren bei einem PSA-Wert <2,0 ng/ml und einem f/t-PSA ≥0,25 seltener durchgeführt oder ausgesetzt werden“, folgern die Autoren. (ms)
Mehr erfahren zu: "Muskelinvasiver Blasenkrebs: ctDNA ermöglicht personalisierte postoperative Therapie" Weiterlesen nach Anmeldung Muskelinvasiver Blasenkrebs: ctDNA ermöglicht personalisierte postoperative Therapie Bei Patienten mit muskelinvasivem Blasenkarzinom (MIBC) ermöglicht eine Untersuchung auf zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) nach neoadjuvanter Chemotherapie (NAC) und radikaler Zystektomie (RC) die Vorhersage des Rezidivrisikos und eine personalisierte postoperative Behandlung. […]
Mehr erfahren zu: "Gemeinsamer Bundesauschuss verabschiedet Josef Hecken" Gemeinsamer Bundesauschuss verabschiedet Josef Hecken Die Plenumssitzung des Gemeinsamen Bundesauschusses (G-BA) am 18. Juni war die letzte, die er leitete: Prof. Josef Hecken beendet auf eigenen Wunsch seine Tätigkeit als unparteiischer Vorsitzender des G-BA zum […]
Mehr erfahren zu: "Einigungsdruck bei Gesundheits-Sparpaket – und viel Skepsis" Einigungsdruck bei Gesundheits-Sparpaket – und viel Skepsis Immer höhere Milliardenkosten für die Gesundheitsversorgung sollen unter Kontrolle kommen. Für ein Spargesetz wird es jetzt ernst. Populär sind die geplanten Einschnitte nicht – bis auf Ausnahmen.