Obstruktive Azoospermie: Gute Erfolge mit longitudinaler Intussuszeptions-Vasoepididymostomie7. August 2026 Bei obstruktiver Azoospermie werden Spermien produziert, aber ihr Weg ist versperrt. Grafik: sakurra – stock.adobe.com (Detail) Eine Metaanalyse aus China bestätigt die Wirksamkeit der mikrochirurgischen Vasoepididymostomie (MVE) bei epididymaler obstruktiver Azoospermie (EOA). Dabei hat die longitudinale Intussuszeptions-Vasoepididymostomie (IVE) die End-zu-End- bzw. End-zu-Seite-Techniken (EE/ES) abgelöst. Eine Gruppe chinesischer Mediziner hatte sich vorgenommen, die therapeutische Wirksamkeit verschiedener MVE-Techniken bei EOA zu überprüfen und Faktoren zu identifizieren, welche die Wirksamkeit beeinflussen. In ihre Metaanalyse nahmen sie Studien auf, die sich auf MVE-Ergebnisse wie Durchgängigkeit, Schwangerschaft oder Raten natürlicher Schwangerschaft bezogen. In den Messwert „relative Schwangerschaftsrate“ gingen natürliche Schwangerschaften ein, die bei den Partnerinnen von Patienten auftraten, bei denen postoperativ eine Durchgängigkeit festgestellt wurde. Insgesamt schlossen Jun Zhu und Kollegen 56 Studien mit 3204 Patienten in ihre Analyse ein. Die EE/ES-Techniken waren mit Durchgängigkeits-, Schwangerschafts- und relativen Schwangerschaftsraten von 65,0 %, 23,0 % bzw. 38,0 % assoziiert, wohingegen die Technik der longitudinalen IVE (LIVE) leicht höhere Raten aufwies (68,0 %; 27,0 %; 40,0 %). Diese Unterschiede waren jedoch statistisch nicht signifikant (jeweils p < 0,05). Höhere Durchgängigkeit bei transversaler Drei-Naht-Technik Im Vergleich zur transversalen IVE (TIVE) mit 2 Nähten (72,0 %) und zur LIVE (58,0 %; p < 0,01) zeigte die 3-Naht-TIVE signifikant höhere Durchgängigkeitsraten (89,0 %). Die Schwangerschaftsraten (33,0 % vs. 26,0 % vs. 28,0 %) sowie die relativen Schwangerschaftsraten (38,0 % vs. 33,0 % vs. 42,0 %) unterschieden sich zwischen den 3 Techniken nicht signifikant (p < 0,05). Die einarmige LIVE-Technik (SA-LIVE) zeigte im Vergleich zur zweiarmigen LIVE-Technik (DA-LIVE) numerisch höhere Raten hinsichtlich der Durchgängigkeit (69,0 % vs. 64,0 %), der Schwangerschaften (31,0 % vs. 26,0 %) und der relativen Schwangerschaften (46,0 % vs. 39,0 %). Diese Unterschiede waren jedoch statistisch nicht signifikant (jeweils p < 0,05). Die gefäßschonende SA-LIVE-Technik zeigte eine überlegene Durchgängigkeit (83,0 %) im Vergleich zur klassischen SA-LIVE-Technik (67,0 %; p < 0,01), während sich die Schwangerschaftsraten (38,0 % vs. 31,0 %) und die relativen Schwangerschaftsraten (jeweils 47,0 %) nicht signifikant unterschieden (p < 0,05). Eine bilaterale MVE, genitale Infektionen sowie das Vorhandensein motiler Spermatozoen waren mit erhöhten Durchgängigkeitsraten assoziiert. Die Gesamtrate an Spätversagern lag bei 23,0 %, wobei die Raten bei den EE/ES-Techniken (32,0 %) signifikant höher ausfielen als bei der IVE-Technik (15,0 %; p = 0,03). (ms/BIERMANN) Das könnte Sie ebenfalls interessieren: Expertengruppe empfiehlt, die Beurteilung der Spermienmorphologie stark zu vereinfachen Laktobazillen im Seminalplasma korrelieren mit günstigeren Spermienparametern
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