Beatmung von COPD-Patienten: Analyse ergibt drei Risikofaktoren für eine Intubation6. August 2025 Symbolfoto: ©Kiryl Lis/stock.adobe.com Forschende haben unabhängige Faktoren identifiziert, die mit der Notwendigkeit einer maschinellen, invasiven Beatmung (IMV) bei Patienten mit Chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) assoziiert sind, die wegen einer schweren Exazerbation auf einer Intensivstation behandelt werden. Mediziner von der Universität Caen Normandie (Frankreich) hatten in einer retrospektiven, monozentrischen Studie Daten zu 180 COPD-Patienten ausgewertet, die in einem Zeitraum von fünf Jahren (Januar 2018–Januar 2023) wegen einer Exazerbation in einem französischen Krankenhaus behandelt worden waren. Dabei verglichen die Studienautoren Patienten, die eine IMV benötigten (n = 37), mit solchen, bei denen auf eine IMV verzichtet werden konnte. Mithilfe einer multivariablen logistischen Regression ermittelte das Forscherteam unabhängige Risikofaktoren für eine IMV. Eine Kaplan-Meier-Analyse lieferte Informationen zu Überlebensraten. Drei Faktoren in Verbindung mit notwendiger Intubation Die Wissenschaftler erkannten drei Faktoren, die in unabhängiger Art und Weise mit der Notwendigkeit einer IMV in Zusammenhang standen: ein höherer arterieller Kohlendioxidpartialdruck (PaCO₂) bei Vorstellung in der Notaufnahme (pro Anstieg um 1 mmHg: OR 1,07; 95%-KI 1,03–1,10; p < 0,001) eine Pneumonie als Exazerbationsursache (OR 6,76; 95%-KI 1,99–22,9; p = 0,002) frühes Versagen einer nicht invasiven Beatmung, definiert als entweder Versagen bezüglich der Senkung des PaCO₂ um >1 mmHg oder als in der Krankenakte des Patienten dokumentiertes Versagen der nicht invasiven Beatmung innerhalb von zwei Stunden nach deren Beginn (OR 3,23; 95%-KI 1,06–9,8; p = 0,033). Bei Patienten, die einer IMV bedurften, beobachteten die Autoren der Studie höhere Mortalitätsraten. Versagen der nicht invasiven Beatmung verhindern Unter den identifizierten Faktoren scheint ein frühzeitiges Versagen der nicht invasiven Beatmung ein potenziell veränderbarer Faktor zu sein, heben die Studienautoren in ihrer Publikation im Fachjournal „Respiratory Medicine“ hervor. Weitere Studien seien erforderlich, um die Mechanismen zu untersuchen, die dem Versagen der nicht invasiven Beatmung zugrunde liegen, und mögliche therapeutische Interventionen zu erforschen. (ac/BIERMANN)
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