Berufsverband der Nephrologinnen und Nephrologen in Deutschland: Strategische Neuausrichtung im Fokus

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Mit einer Neuausrichtung und einer Änderung der Satzung wird der Verband Deutsche Nierenzentren (DN) künftig unter neuem Namen auftreten: Berufsverband der Nephrologinnen und Nephrologen in Deutschland.

Der Schritt soll einen bedeutenden Wandel markieren, so der DN: Vom Verband der niedergelassenen Nephrologen hin zu einem modernen Berufsverband für alle Ärzte in der nephrologischen Versorgung. Ziel sei es, Angestellte und junge Mitglieder stärker in die Verbands- und Vorstandsarbeit einzubinden und Ihnen auch eine Repräsentanz im Vorstand und nach außen zu geben.

Antwort auf veränderte Rahmenbedingungen

Die Rahmenbedingungen in der Nephrologie haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Neben neuen Versorgungsstrukturen – etwa MVZ unter Trägerschaft großer Konzerne oder Kliniken – prägen heute flexible Arbeitszeitmodelle, ein steigender Anteil angestellter Ärzte sowie der Wunsch nach besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie den Berufsalltag, berichtet der DN. Gleichzeitig steht die medizinische Versorgung vor großen Herausforderungen: gesundheitspolitische Reformen, ökonomische Unsicherheiten und ein spürbarer Generationenwechsel, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Nephrologie sei mehr als Dialyse, betont Dr. Michael Daschner, Vorstandsvorsitzender des DN. Der Verband wolle künftig stärker Themen in den Fokus rücken, die für die gesamte Breite des Fachs relevant sind – von Versorgungsstrukturen über Nachwuchsförderung bis hin zu arbeitsweltbezogenen Herausforderungen.

Stärkere Einbindung junger und angestellter Ärzte

Um die Perspektiven der neuen Generation besser einzubinden, hat der Verband in seiner Mitgliederversammlung unter anderem die Erweiterung des Vorstands um junge und angestellte Mitglieder beschlossen. Er plant zudem neue Weiterbildungs- und Beratungsangebote, einen noch intensiveren kollegialen Austausch und die Weiterentwicklung der verbandseigenen Mitglieder-App.

Mit der Neuausrichtung will sich der Verband nach eigenen Angaben den veränderten Realitäten im Gesundheitswesen stellen und eine moderne Grundlage für die nephrologische Versorgung in Deutschland schaffen.