Bestäuber in Europa schützen7. September 2021 Logo des EU-Projekts Safeguard Abb.: © Safeguard Das neue EU-Horizon-2020-Projekt “Safeguard” erforscht den Rückgang von Wildbienen und anderen frei lebenden Bestäubern, die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Ökosystemleistungen sowie Möglichkeiten zur Wiederherstellung artenreicher Bestäuber-Gemeinschaften. Wildlebende Bestäuber sind ein wichtiger Bestandteil der biologischen Vielfalt in Europa. Sie bieten viele Vorteile für Wildpflanzen, aber auch für Nutzpflanzen und damit für das Wohlergehen des Menschen.Doch die wilden Bestäuber sind in Europa und auf der ganzen Welt vielfältigen Bedrohungen ausgesetzt – der Klimawandel und der Verlust von Lebensräumen sind nur zwei davon. Zahl und Vielfalt der Bestäuber gehen darum immer mehr zurück. Das volle Ausmaß dieses Rückgangs, dessen komplexe Ursachen und die wirksamsten Möglichkeiten, darauf zu reagieren, sind nach wie vor nicht ausreichend bekannt.Darauf reagiert nun ein neues Projekt der Europäischen Union: Safeguarding European wild pollinators (Wildlebende Bestäuber in Europa schützen). Die EU fördert es mit 5,3 Millionen Euro aus ihrem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020.Safeguard zielt darauf ab, das Wissen über die aktuelle Situation von Wildbienen, Schmetterlingen, Fliegen und anderen bestäubenden Insekten in Europa zu vergrößern. In dem Projekt werden empirische Forschungen und neueste Modellierungen eingesetzt, um die Folgen von Belastungen für Wildbestäuber vorherzusagen. Berücksichtigt werden dabei auch neu auftretende Bedrohungen, die Wechselwirkungen zwischen vielfältigen Belastungsfaktoren sowie langfristige und kumulative Auswirkungen.25 Institutionen aus 15 Ländern kooperierenEin Team aus Forscherinnen und Forschern, Nichtregierungsorganisationen sowie Fachleuten aus Industrie und Politik will mit dem Projekt dazu beitragen, den Verlust von wildlebenden Bestäubern in Europa zu stoppen. Das Projekt bringt 25 Institutionen aus 14 europäischen Ländern und China zusammen.„Dieses interdisziplinäre Projekt wird einen bedeutenden Beitrag zum Schutz der Bestäuber und ihrer Funktionen in europäischen Ökosystemen leisten und globale Initiativen zur Wiederherstellung der biologischen Vielfalt stärken“, sagt Safeguard-Koordinator Professor Ingolf Steffan-Dewenter, Leiter des Lehrstuhls für Tierökologie und Tropenbiologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.Vielfältige Belastungen von Bestäubern bewertenSafeguard wird die vielfältigen Belastungen von wildlebenden Bestäubern auf verschiedenen Ebenen empirisch erforschen und systematisch bewerten. Das Projekt soll auch Aufschluss darüber geben, welche Gegenmaßnahmen am wirksamsten sein könnten.Ein Ziel von Safeguard ist es außerdem, die vielfältigen Leistungen der Bestäuber besser zu verstehen. Zusätzlich sollen Ansätze entwickelt werden, von denen die Bestäuber profitieren – in landwirtschaftlichen ebenso wie in naturnahen und städtischen Ökosystemen.In ganz Europa konzertierte Aktionen in Gang setzenDie Erkenntnisse aus dem Projekt sollen genutzt werden, um politische Entscheiderinnen und Entscheider auf nationaler, europäischer und globaler Ebene zu vernetzen und wissenschaftsbasiert zu unterstützen.Safeguard will das Bewusstsein für den gesellschaftlichen Nutzen wildlebender Bestäuber in der Öffentlichkeit, der Industrie, bei Nichtregierungsorganisationen und Forschenden schärfen. Das soll helfen, in ganz Europa konzertierte Aktionen zum Schutz von Bestäubern in Gang zu setzen.Auftaktveranstaltung findet online stattDas offizielle Kick-off-Meeting von Safeguard findet vom 7. bis 9. September 2021 statt. Um in der COVID-19-Pandemie ein sicheres Umfeld zu bieten, wird das vierjährige Projekt online gestartet. Weitere Informationen: https://www.safeguard.biozentrum.uni-wuerzburg.de/ Website des Projekts Safeguard
Mehr erfahren zu: "Braunvieh-Dame Veronika kratzt sich am Allerwertesten und sorgt für Kuh-Hype" Braunvieh-Dame Veronika kratzt sich am Allerwertesten und sorgt für Kuh-Hype Mit der Zunge greift die österreichische Kuh Veronika zum Schrubber und kratzt sich ausgiebig. Sie setzt dabei erstaunlich filigrane Techniken ein. Von wegen „dumme Kuh“: Warum Veronika’s Intelligenz Zweifel an […]
Mehr erfahren zu: "Extreme Tierarten als Schlüssel für Erkrankungen des Menschen" Extreme Tierarten als Schlüssel für Erkrankungen des Menschen Zahlreiche Tiere leben in extremen Umgebungen und haben ihren Stoffwechsel entsprechend angepasst. Wissenschaftler zeigen nun, dass sich aus diesem Wissen Lösungen entwickeln lassen könnten, die gegen Erkrankungen beim Menschen helfen. […]
Mehr erfahren zu: "Junge Haiarten sterben häufiger aus als alte" Junge Haiarten sterben häufiger aus als alte Bei den heutigen Haien und Rochen sind junge Arten, die seit weniger als 4 Millionen Jahren existieren, stärker vom Aussterben bedroht als ältere Arten. Dies haben Forschende anhand von Fossilien […]