Beweglichkeit und Lebensfähigkeit der Spermien bei WLAN-Exposition vermindert25. Mai 2023 Smartphone in der Hosentasche – für Männer möglicherweise keine gute Idee. Foto: Morocko – stock.adobe.com Mittels In-vitro-Studien haben US-amerikanische Wissenschaftler herausgefunden, dass Mobiltelefone, die WLAN-Konnektivität für die Datennutzung verwenden, schädliche Auswirkungen auf die Samenqualität bei Männern haben können. Mobiltelefone senden radiofrequente elektromagnetische Strahlung (RF-EMR) zur Übertragung von Daten für die Kommunikation in sozialen Medien, das Surfen im Internet und das Streamen von Musik und Podcasts aus. Die Verwendung von Bluetooth-Ohrstöpseln hat wahrscheinlich die Zeit verlängert, in der Mobiltelefone in den Hosentaschen von Männern stecken. Es wurde postuliert, dass RF-EMR den oxidativen Stress erhöht und die Bildung freier Radikale induziert. Wissenschaftler um Ranjith Ramasamy vom Desai Sethi Urology Institute an der Universität von Miami (USA) haben daher die Wirkung von RF-EMR im drahtlosen Spektrum (4G, 5G und WLAN), die von modernen Smartphones ausgesendet wird, auf die Beweglichkeit und Lebensfähigkeit von Spermien untersucht. Für ihre Experimente verwendeten die Forscher Samenproben von fruchtbaren normozoospermischen Männern im Alter von 25–35 Jahren. Als HF-EMR-Quelle wurde ein Smartphone der aktuellen Generation im Sprechmodus verwendet. Ein WhatsApp-Sprachanruf wurde entweder über eine drahtlose 4G-, 5G- oder WLAN-Konnektivität getätigt. Die Samenproben wurden gemäß den Laborrichtlinien der Weltgesundheitsorganisation von 2010 analysiert. Erstautor Kevin Y. Chu und Kollegen beobachteten eine Abnahme der Beweglichkeit und Lebensfähigkeit der Spermien bei WLAN-Exposition, aber nicht bei Exposition gegenüber 4G- oder 5G-RF-EMR. Angesichts der großen Schwankungen zwischen Smartphones seien weitere Untersuchungen zu Expositionseffekten erforderlich, schränken sie ein. (ms)
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