Biotech-Verband fordert Neuerungen für den Technologietransfer23. Dezember 2024 Bild: © Harsha – stock.adobe.com Der Biotechnologiebranchen-Verband BIO Deutschland e.V. hat sein Positionspapier „Von Wissenschaft zu Wirtschaft: Technologietransfer und Translation ausbauen – 2024″ veröffentlicht. Die Transfer-Expertinnen und -Experten des Verbandes führen darin neun Kernforderung bzw. Handlungsempfehlungen auf, um den in Deutschland stockenden Transfer von Forschungsergebnissen in die Anwendung zu beschleunigen und zu professionalisieren. Die Empfehlungen konzentrieren sich auf die Verbesserung der Innovations- und Gründungskultur im akademischen Umfeld, die Stärkung der „Third Mission” an Hochschulen und die Weiterentwicklung der Finanzierung von Start-ups und Wachstumsunternehmen. Birgit Kerber, Co-Leiterin der Arbeitsgruppe (AG) Technologietransfer von BIO Deutschland, sagt: „Es ist eine Binsenweisheit, dass wir in Deutschland zwar herausragenden Forschungsergebnisse haben, aber die Gesellschaft selten davon profitiert, da die Ergebnisse kaum ihren Weg in die Anwendung finden. Im Bereich der Biotechnologie führt das beispielweise dazu, dass dringend benötigte Therapien oder Diagnostika nicht entwickelt werden und so Patientinnen und Patienten nicht zur Verfügung stehen. Das müssen wir endlich ändern. Wir wissen längst, was wir für einen gelungenen Transfer benötigen und es gibt auch in Deutschland einige gute Beispiele dafür. Unser Positionspapier gibt wichtige Empfehlungen, wo überall angesetzt werden muss, um von Ideen und Forschungsergebnissen zu Innovationen zu kommen.” Thomas Hanke, ebenfalls Leiter der AG Technologietransfer ergänzt: „Wir müssen den Kulturwandel beschleunigen, damit unternehmerisches Denken auch für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler attraktiv und alltäglich wird. Dafür müssen wir auch Kooperationen zwischen Akademia und Industrie ausbauen. Das funktioniert schon ausgezeichnet beispielsweise im beLAB2122 in Heidelberg, Frankfurt und Tübingen oder auch bei SPARK. Zusätzlich müssen wir die Technologietransferstellen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen viel besser aufstellen und ausstatten und noch deutlich mehr Mittel für Start-ups und Wachstumsunternehmen mobilisieren. Die Translation über Köpfe ist ein direkter Weg in die Anwendung und Nutzen für die Gesellschaft.”
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