Blasenkrebs-Urintest übertrifft NMP22-Test und Urinzytologie an Sensitivität7. Juli 2025 Ein neuer Test soll hochgradigen Blasenkrebs im Urin entdecken können. Symbolbild: Björn Wylezich – stock.adobe.com Ein Urin-DNA-Methylierungstest zur Erkennung von hochgradigem oder invasivem Blasenkrebs hat in einer prospektiven Multicenterstudie an Patienten mit Hämaturie eine Sensitivität von 89% gezeigt. Damit übertraf der neue Test den NMP22-Test (NMP22: nukleäres Matrixprotein 22) und die Urinzytologie bei hoher Spezifität. Der Test hatte auch einen ausgezeichneten negativen Vorhersagewert, allerdings war sein positiver Vorhersagewert suboptimal. An der Studie an 10 Standorten in der Republik Südkorea nahmen Personen ≥40 Jahre mit Hämaturie teil, die sich innerhalb von 3 Monaten zwischen dem 11.03.2022 und dem 30.05.2024 einer Zystoskopie unterzogen. Die Studienteilnehmer wurden mittels eines Tests auf PENK-Methylierung in Urin-DNA auf Blasenkrebs untersucht. Von den 1099 Teilnehmern waren 614 (55,9%) männlich; das Durchschnittsalter der Teilnehmer betrug 65 ±10 Jahre. 219 litten an Blasenkrebs, 176 an hochgradigem oder invasivem Blasenkrebs. Der Urin-DNA-Methylierungstest wies eine Sensitivität und Spezifität für hochgradigen oder invasiven Blasenkrebs von 89,2% (95 %-Konfidenzintervall [KI] 84,6–93,8) bzw. 87,8% (95%-KI 85,6–89,9) auf. Die Sensitivität und Spezifität für Blasenkrebs insgesamt betrugen 78,1% (95%-KI 72,6–83,6) bzw. 88,8% (95 %-KI 86,7–90,8). Der positive Vorhersagewert für hochgradigen oder invasiven Blasenkrebs lag bei 61,3% (95%-KI 55,4–67,3), der negative Vorhersagewert bei 97,6% (95%-KI 96,6–98,7). Im Vergleich zum NMP22-Test oder zur Urinzytologie zeigte der Urin-DNA-Methylierungstest eine signifikant höhere Sensitivität für hochgradigen oder invasiven Blasenkrebs sowie für Blasenkrebs insgesamt. (ms)
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