„Blick um die Ecke“: Neues OP-Mikroskop am Universitätsklinikum Marburg24. März 2025 Das neue Operationsmikroskop mit Katrin Reimann, Leiterin Cochlea-Implant-Centrum Marburg, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH. Foto: Rhön-Klinikum AG/Thomas Steiner Seit Anfang des Jahres ist ein neues Operationsmikroskop in der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Marburg im Einsatz. Das robotische 3-D-4K-HybridVisualisierungssystem bietet ein neues Maß an Bildschärfe. Wie das Universitätsklinikum Marburg in einer Mitteillung hervorhebt, bedeutet das: Der Operateur hat die optimalen digitalen Visualisierungsfunktionen und damit einen besonderen Blick und kann dank der neuesten 3-D-Kameratechnologie in 4K kleine anatomische Marker oder Farbunterschiede im Gewebe des Patienten noch zuverlässiger erkennen. Mittels einer 3-D-Brille bietet das Gerät hochauflösende, dreidimensionale Videoübertragungen auf einen 3-D-Monitor in 4K Qualität. Das ermöglicht einen deutlich ergonomischeren Einsatz für Hauptoperateur und Assistenten sowie eine sehr reelle Mitbetrachtung des OP-Eingriffs für alle weiteren involvierten Personen wie beispielsweise OP-Personal, Assistenzärzte und Studenten und bietet einmalige Schulungsmöglichkeiten. Zusätzlich kann das neue System vorher definierte Positionen auf Knopfdruck exakt anfahren und dem Operateur definierte Zoom- und Fokuseinstellungen anbieten. Ebenfalls in dem neuen System enthalten ist eine Sprachsteuerung. Diese ermöglicht die ausgewählte Systemsteuerung auf einfachster Art und Weise. Beide Funktionen zusammen ermöglichen den Anwendern die Bedienung des Gerätes ohne die Hände vom Patienten abzuwenden. Darüber hinaus ist mit dem integrierten Mikroinspektions-Tool etwas möglich, das für ein klassisches OP-Mikroskop wie es zuvor verwendet wurde, physikalisch nicht möglich war: „Der Blick um die Ecke“. Es kann verdecktes Gewebe in den Okularen und Monitoren gezeigt werden. Mithilfe von integrierten Fluoreszenzmodulen und zu ergänzenden Fluoreszenzmedikamenten können mit bloßen Augen nicht sichtbare Tumore und Blutflüsse im Sub-Millimeterbereich visualisiert werden. Prof. Boris A. Stuck, Klinikdirektor für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie am Universitätsklinikum Gießen und Marburg zeigte sich begeistert: „Die Möglichkeiten, die sich mit dem neuen Mikroskop für den Operateur bieten, sind außergewöhnlich und insbesondere bei anspruchsvollen Eingriffen am Mittelohr, bei der Implantation von Hörsystemen und bei der komplexen Rekonstruktion von Defekten nach Tumoroperationen eine wertvolle Unterstützung. Wir freuen uns besonders, dass unsere Klinik die weltweit erste Einrichtung war, die dieses weiterentwickelte OP-Mikroskop erhalten hat.“
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