Bluthochdruck erkennen. Nieren schützen.

Bild: KfH e.V.
Bild: KfH e.V.

In einer neuen Patientenbroschüre bietet das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V. Hintergrundwissen zur Wichtigkeit gesunder Blutdruckwerte.

Fast jeder Dritte weiß nichts von seiner Bluthochdruckerkrankung, denn die Volkskrankheit verursacht anfangs meist keine Beschwerden. Das kann zu weiteren Erkrankungen führen. Bleibt Bluthochdruck lange Zeit unbehandelt, können Schädigungen an Herz, Gehirn, Augen und Nieren auftreten. So kann deutlich erhöhter Blutdruck Nierengewebe zerstören: Die Nieren können dann ihre Aufgaben – zum Beispiel die Reinigung des Bluts und die Regulierung des Blutdrucks – nicht mehr richtig erfüllen. Auch Menschen mit Nierenerkrankung  entwickeln oftmals auf lange Sicht einen erhöhten Blutdruck, der dann wiederum die Nieren weiter schädigt – ein Teufelskreis, der frühzeitig unterbrochen werden sollte. Dem lässt sich jedoch gut gegensteuern: Bereits durch kleine Veränderungen im alltäglichen Leben, wie eine Ernährungsumstellung und regelmäßige Bewegung, kann der Blutdruck nachhaltig gesenkt werden.

Was ist eigentlich Bluthochdruck?

Als Blutdruck wird der Druck bezeichnet, mit dem das Blut vom Herzen durch die Arterien gepumpt wird. Er stellt die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Körpers sowie aller lebenswichtigen Organe sicher. Die Anpassung des Blutdrucks an die unterschiedlichen Anforderungen des Körpers wird durch komplizierte Steuerungsmechanismen reguliert: Bei Anstrengung steigt die Leistung des Herzens und damit der Blutdruck, in der Entspannung normalisiert er sich wieder. Als optimal gelten bei Erwachsenen Werte von etwa 120/80 mmHg. Von Bluthochdruck spricht man, wenn bestimmte Erkrankungen, Erbanlagen oder auch z. B. Bewegungsmangel, Übergewicht, hoher Salz‐, Alkohol‐ und Nikotinkonsum sowie Stress auch im Ruhestand zur dauerhaften Erhöhung des Blutdruckes – auf Werte von 140 / 90 mmHG oder darüber – führen.