Bluthochdruck und Diabetes bei schlafbezogenen Atmungsstörungen9. April 2021 © Paolese – stock.adobe.com (Symbolbild) Schlafbezogene Atmungsstörungen (SDB) stehen mit neu auftretendem Bluthochdruck und Diabetes in Zusammenhang, wie die Autoren einer neuen Studie berichten. Auch eine Insomnie ist den Forschern zufolge mit einer neu auftretenden Hypertonie assoziiert. Die Forscher unterstreichen, dass Schlafstörungen veränderbare Angriffsziele für die Prävention und Besserung von Krankheiten darstellen. Zum Hintergrund ihrer Untersuchung erklärt die US-amerikanische Arbeitsgruppe, dass es wichtig sei, die Zusammenhänge bei Personen lateinamerikanischer Abstammung zu verstehen, bei denen kardiovaskuläre Ursachen am häufigsten für Todesfälle verantwortlich sind. Die Wissenschaftler analysierten daher Daten zu 11.623 Personen lateinamerikanischer Abstammung, die an der Hispanic Community Health Study/Study of Latinos teilnahmen (Untersuchung 1: 2008–2011; Untersuchung 2: 2014–2017) anhand logistischer Regressionsmodelle, wobei potenzielle Störfaktoren berücksichtigt wurden. SDB (AHI ≥5) und Schlaflosigkeit (Insomnia Rating Scale der Women’s Health Initiative ≥9) wurden zu Studienbeginn gemessen, und Hypertonie (≥Stadium 2) und Diabetes wurden gemäß den nationalen Richtlinien definiert. Die Zielpopulation bestand zu 52,6% aus Frauen mit einem Durchschnittsalter von 41,1 ±14,9 Jahren zu Studienbeginn. Eine SDB war mit einer 1,54-mal höheren adjustierten Wahrscheinlichkeit für eine neu auftretende Hypertonie (95%-KI 1,18–2,00) und einer 1,33-fach erhöhten Wahrscheinlichkeit für einen neu auftretenden Diabetes (95%-KI 1,05–1,67) im Vergleich zu keiner SDB assoziiert. Insomnie stand den Beobachtungen der Studienautoren zufolge mit einer neu auftretenden Hypertonie in Zusammenhang (OR 1,37; 95%-KI 1,11–1,69), jedoch nicht mit neu auftretendem Diabetes. Der Zusammenhang zwischen Schlaflosigkeit und einer neu aufgetretenen Hypertonie sei bei Männern stärker als bei Frauen, berichten die Studienautoren. Fazit Schlafbezogene Atmungsstörungen stehen mit neu auftretendem Bluthochdruck und Diabetes in Zusammenhang. Auch eine Insomnie kann mit einer neu auftretenden Hypertonie assoziiert sein. Die Studienautoren unterstreichen, dass Schlafstörungen veränderbare Angriffsziele für die Prävention und Besserung von Krankheiten darstellen. (ac) Autoren: Li X et al. Korrespondenz: Xiaoyu Li; [email protected] Studie: Associations of Sleep-disordered Breathing and Insomnia with Incident Hypertension and Diabetes. The Hispanic Community Health Study/Study of Latinos Quelle: Am J Respir Crit Care Med 2021;203(3):356–365. Web: https://doi.org/10.1164/rccm.201912-2330OC
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