Blutzuckersenkung: Keine Toleranz gegenüber Liraglutid19. September 2017 Bild: © Sherry Young – fotolia.com Eine kleine Open-Label-Studie aus Estland mit gesunden, nicht adipösen Probanden spricht gegen die Hypothese, dass sich bei langfristigem Einsatz eine Toleranz gegenüber dem blutzuckersenkenden Effekt des GLP-1-Agonisten Liraglutid ausbildet. Im Rahmen der Pilotstudie erhielten 10 gesunde Freiwillige 21 Tage lang 1-mal täglich 0,6 mg Liraglutid. Die Wirkung des Medikamentes ermittelten die Wissenschaftler mithilfe serieller, abgestufter Glukoseinfusionstests. Alle 20 Minuten wurden Glukose und C-Peptid gemessen und die Insulinsekretionsrate berechnet. Der primäre Endpunkt war eine Veränderung der Dosis-Response-Beziehung zwischen berechneter Insulinsekretionsrate und dem Blutzuckerspiegel nach akuter und chronischer Liraglutid-Anwendung. Der GLP-1-Agonist reduzierte während der Glukoseinfusionstests deutlich die Blutzuckerwerte und verbesserte außerdem die Insulinsekretion. Im Hinblick auf alle Parameter erwies sich die chronische Liraglutidgabe als ebenso wirksam wie die akute Behandlung. Autoren: Sedman T et al. Korrespondenz: Centre of Excellence for Genomics and Translational Medicine, Institute of Biomedicine, Universität Tartu, Tartu, Estland Studie: Tolerance Does Not Develop Toward Liraglutide’s Glucose-Lowering Effect Quelle: J Clin Endocrinol Metab 2017;102(7):2335–2339. Web: academic.oup.com/jcem
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