BMJ-Studie: Vorhofflimmern weniger tödlich als früher, aber dennoch Anlass zur Sorge14. August 2020 Bild: © freshidea – Adobe/Stock Eine einzigartige Studie von Forschern der Boston University School of Public Health (BUSPH) zeigt einen Rückgang der Todesfälle aufgrund von Vorhofflimmern in den letzten 45 Jahren. Die in der Zeitschrift “BMJ” veröffentlichte Studie stellt jedoch fest, dass die immer häufiger auftretende Erkrankung im Durchschnitt immer noch zwei Jahre im Leben eines Menschen kostet, verglichen mit drei Jahren in den 1970er und frühen 1980er Jahren. “Die Prognose von Personen mit Vorhofflimmern hat sich im Laufe der Zeit verbessert, aber Vorhofflimmern ist immer noch mit einer großen Lücke in der Lebenserwartung verbunden, verglichen mit Personen ohne Vorhofflimmern”, sagt der leitende Autor der Studie, Dr. Ludovic Trinquart, Associate Professor für Biostatistik an der BUSPH. Trinquart und seine Kollegen an der BU und in Dänemark verwendeten Daten aus der BU-basierten Framingham Heart Study mit mehreren Generationen, der am längsten laufenden kardiovaskulären Gesundheitsstudie in den USA. “Die Framingham Heart Study ist eine der wenigen Studien auf der Welt, die es ermöglicht, solche zeitlichen Trends zu untersuchen”, sagt Studienleiter Dr. Nicklas Vinter, Arzt am Silkeborg Regional Hospital und Doktorand an der Universität Aarhus in Dänemark. Die Forscher analysierten Gesundheitsdaten von drei Generationen von Teilnehmern der Framingham Heart Study von 1972 bis 2015 und untersuchten die Wahrscheinlichkeit, dass ein Teilnehmer 10 Jahre nach einer Diagnose von Vorhofflimmern stirbt, verglichen mit jemandem gleichen Alters, gleichen Geschlechts und mit ansonsten ähnlicher Gesundheit. In der ersten Periode (1972-1985) lebte ein Teilnehmer mit Vorhofflimmern 10 oder mehr Jahre nach der Diagnose durchschnittlich 2,9 Jahre weniger als ein Vergleichsteilnehmer ohne Vorhofflimmern. In der zweiten Periode (1986-2000) verringerte sich der Abstand auf 2,1 Jahre und in der dritten Periode (2001-2015) betrug er 2,0 Jahre. “Die Verbesserung der mit Vorhofflimmern verbundenen Übersterblichkeit kann durch kontinuierliche Verbesserungen bei der Früherkennung, Behandlung und Behandlung erklärt werden”, sagt Trinquart. “Die Ergebnisse dieser neuen Studie zeigen jedoch, dass Vorhofflimmern nach wie vor ein sehr schwerwiegender Zustand ist. Fortschritte in der Prävention werden unerlässlich sein, um die Epidemie des Vorhofflimmerns einzudämmen und die damit verbundene Mortalität zu verringern.” Publikation: Vinter N et al. Trends in excess mortality associated with atrial fibrillation over 45 years (Framingham Heart Study): community based cohort study BMJ 2020;370:m2724 https://doi.org/10.1136/bmj.m2724
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