BRAF V600 mutiertes Melanom: BRAF-Inhibitor plus MEK-Inhibitor19. Juli 2018 © magele-picture – fotolia.com Australische Forscher haben in einer Langzeitstudie Wirksamkeit und Sicherheit einer Kombinationstherapie mit dem BRAF-Inhibitor Dabrafenib (D) und dem MEK-Inhibitors Trametinib (T) gegenüber einer D-Monotherapie evaluiert. Dazu wurden BRAF-Inhibitor-naive Patienten mit BRAF V600 mutiertem Melanom im Verhältnis 1:1:1 der Therapie mit D 150 mg zweimal täglich, D 150 mg zweimal täglich plus einmal täglich 1 mg T oder D 150 mg zweimal täglich plus zweimal täglich T 2 mg (D + T 150/2) zugeführt. Patienten aus der D Monotherapie konnten nach Progression in die D + T 150/2 überwechseln. Unter D + T 150/2 stabilisierte sich die Rate des Gesamtüberlebens (Gesamtüberleben nach 4 Jahren=30 %; nach 5 Jahren=28 %) sowie des progressionsfreien Überlebens (13 % nach 4 bzw. 5 Jahren). Eine Zunahme des Gesamtüberlebens konnte auch bei Patienten festgestellt werden, die D + T erhielten und zu Baseline normale L-Lactatdehydrogenase-Werte aufzeigten (5 Jahre = 45 %) und bei normaler L-Lactatdehydrogenase eine Metastasierung von weniger als 3 Organen aufwiesen (5 Jahre = 51 %). Im Rahmen eines verlängerten Follow-up kam es bei 1 weiterem Patienten, der D + T 150/2 erhielt, nach partiellem zum kompletten Ansprechen. Es wurden keine neuen Hinweise bezüglich der Sicherheit der Therapie gefunden. Diese Studie ist die bislang am längsten dauernde Untersuchung zu dieser Kombinationstherapie bei Patienten mit BRAF V600 mutiertem Melanom. In Übereinstimmung mit Studien mit einem kürzeren Nachsorgezeitraum zeige diese Untersuchung, so die Autoren, dass die Kombination aus einem BRAF- und einem MEK-Inhibitor zu einem verlängerten allgemeinen und progressionsfreien Überleben führt.
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