BRAFV600-mutiertes metastasiertes Melanom: Fieber durch Dabrafenib plus Trametinib und Alter hängen zusammen

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Warum Patienten, die Dabrafenib und Trametinib erhalten, Fieber entwickeln und welche Faktoren dies vorher­sagen, war bislang unklar. Nun belegt eine aktuelle Studie erstmals, dass das Alter die Entwicklung von Pyrexie bei Patienten mit fort­geschrittenem Melanom mit BRAFV600-Mutation, die mit Dabrafenib plus Trametinib behandelt werden, signifikant beeinflusst.

Das Alter sollte bei der Behandlung und Nachsorge dieser Patienten berücksichtigt werden, dürfe aber die Behandlungsentscheidungen nicht einschränken, mahnen die Wissenschaftler um Seniorautorin Dr. Almudena García-Castaño vom Hospital Universitario Marqués de Valdecilla in Santander, Spanien. Das auf dem Alter basierende Nomogramm könne als nützliches Instrument zur Abschätzung des Pyrexie-Risikos dienen.

Die ELDERLYMEL-Studie war eine multizentrische, nichtinterventionelle, retrospektive Real-World-Studie zum Vergleich der Wirksamkeit und Sicherheit von Dabrafenib plus Trametinib bei älteren (≥75 Jahre; n=29) und jüngeren (<75 Jahre; n=130) Patienten mit fortgeschrittenem BRAFV600-mutierten Melanom in Spanien.

Überraschenderweise wurde Pyrexie bei Älteren (13,8 %) deutlich seltener verzeichnet als bei Jüngeren (42,3 %). So war bei Patienten <75 Jahren die Wahrscheinlichkeit, Pyrexie zu entwickeln, um 4,59-mal höher als bei älteren Patienten. Diese Wahrscheinlichkeit stieg um 1,03, wenn das Alter um ein Jahr sank. ROC-Kurven identifizierten 61,5 Jahre als optimalen Cut-off-Wert zur Vorhersage des Einsetzens von Pyrexie. Ferner ergab das altersadjustierte Regressionsmodell, dass Studienteilnehmer <61,5 Jahren ein 2,53-fach höheres Risiko für Pyrexie hatten als jene ≥61,5 Jahren. (sf)

Autoren: González-Barrallo I et al.
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Studie: Relation between dabrafenib plus trametinib-induced pyrexia and age in BRAF V600-mutated metastatic melanoma patients: A post hoc analysis of the real-world ELDERLYMEL study
Quelle: Melanoma Res 2025;35(3):170–175.
Web: doi.org/10.1097/CMR.0000000000001020