Brustkrebs: Manuka-Honig könnte als Nutrazeutikum dienen22. August 2024 Foto: © kuntabunt/stock.adobe.com Forscher der University of California, Los Angeles (UCLA) fanden heraus, dass Manuka-Honig Verbindungen enthält, die das Tumorwachstum in präklinischen Modellen verringern können und weniger toxisch sind als herkömmliche Krebsbehandlungen. Die Studie ergab, dass Manuka-Honig möglicherweise eine alternative, natürliche Option zur Vorbeugung und Behandlung von Brustkrebs sein könnte – insbesondere bei Östrogenrezeptor (ER)-positivem Brustkrebs. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Nutrients“ veröffentlicht. Bisherige Forschungsergebnisse haben bereits gezeigt, dass Manuka-Honig, der seit langem für seine antimikrobiellen und antioxidativen Eigenschaften bekannt ist, auch reich an Verbindungen wie Flavonoiden, sekundären Pflanzenstoffen, komplexen Kohlenhydraten, Vitaminen, Aminosäuren und Mineralien ist. Diese Verbindungen haben ihr krebsbekämpfendes Potenzial auf molekularer Ebene bewiesen, indem sie bei Krebs aktivierte Signalwege hemmen, die die Vermehrung, das Wachstum und die Metastasierung von Tumorzellen fördern. Deshalb vermutete man, dass einer der Wirkmechanismen von Manuka-Honig darin besteht, Östrogenrezeptoren zu blockieren, was ihn zu einem potenziell wirksamen Nutrazeutikum gegen hormonempfindlichen Brustkrebs macht, schreiben die Autoren. Um das Potenzial von Manuka-Honig als natürliche Behandlung von Brustkrebs zu verstehen, führte das Forschungsteam eine Reihe von Experimenten an Mäusen sowie an ER-positiven MCF-7- und dreifach-negativen MDA-MB-231-Brustkrebs-Zelllinien durch, die zwei der häufigsten Arten von Brustkrebs darstellen. Ergebnisse der Studie In den Modellen führte die orale Verabreichung von Manuka-Honig zu einer signifikanten Verringerung des Tumorwachstums im Vergleich zu Kontrollgruppen. Diese signifikante Hemmung des Tumorwachstums unterstreicht die potenzielle Wirksamkeit des Honigs als Mittel zur Krebsprävention oder -behandlung. In präklinischen Experimenten fanden die Forscher konkret heraus: Manuka-Honig reduzierte das Tumorwachstum bei Mäusen mit ER-positiven Brustkrebszellen signifikant um 84 Prozent, ohne die normalen Brustzellen zu beeinträchtigen oder größere Nebenwirkungen zu verursachen Höhere Konzentrationen von Manuka-Honig führten zu einer stärkeren Verringerung des Wachstums der Krebszellen Manuka-Honig reduzierte die Werte von Signalwegen, die bei Krebs hochreguliert sind, wie AMPK/AKT/mTOR und STAT3, die am Wachstum und Überleben von Tumorzellen beteiligt sind Manuka-Honig verringerte die Proliferation von Krebszellen, beeinträchtigte jedoch nicht das Wachstum normaler menschlicher Brustepithelzellen, was darauf hindeutet, dass er gezielt auf Krebszellen wirken könnte Manuka-Honig löste die Apoptose oder den Zelltod von Brustkrebszellen aus Manuka-Honig verstärkt die Wirksamkeit bestehender Behandlungen, wie z. B. Tamoxifen, ein häufig verwendetes Antiöstrogen in der Therapie von ER-positivem Brustkrebs, wenn er zusammen eingesetzt wird Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Manuka-Honig möglicherweise als natürliche Ergänzung oder sogar als eigenständige Behandlung für ER-positiven Brustkrebs entwickelt werden könnte, insbesondere für Patientinnen, die auf traditionelle Therapien nicht ansprechen, schreiben die Autoren. „Die Ergebnisse geben Hoffnung auf die Entwicklung einer natürlichen, weniger toxischen Alternative zur herkömmlichen Chemotherapie“, kommentiert Prof. Diana Marquez-Garban, Erstautorin der Studie. „Obwohl noch mehr Forschung notwendig ist, um die Vorteile von Naturstoffen in der Krebstherapie vollständig zu verstehen, schafft diese Studie eine solide Grundlage für weitere Untersuchungen in diesem Bereich“, betont sie abschließend.
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