Brustkrebs: Mit Sojaprodukten das Frakturrisiko senken?23. Mai 2019 Laut einer Studie kann das Knochenfrakturrisiko bei Brustkrebsüberlebenden mithilfe von sojahaltigen Lebensmitteln gesenkt werden (Foto: © rawpixel.com/Pexels). Wie eine Studie, die im Fachblatt “JNCI Cancer Spectrum” erschienen ist, zeigt, kann ein hoher Anteil an Sojaprodukten in der Ernährung das Risiko für Osteoporose-bedingte Knochenfrakturen bei prämenopausalen Brustkrebsüberlebenden senken. Aufgrund der gegen Brustkrebs erhältlichen Therapien kann die Knochendichte bei vielen Patientinnen aufgrund einer vorzeitigen Menopause sinken. Dies wiederum erhöht das Risiko für Knochenfrakturen. Unter der Leitung von Dr. Evelyn Hsieh, Yale School of Medicine, haben Forscher sich im Laufe von zehn Jahren den Einfluss des Body-Mass-Index, Fitness und den Konsum von sojahaltigen Lebensmitteln auf das Frakturrisiko genauer angesehen. Die Daten stammten von der Shanghai Breast Cancer Survival Study mit 5042 Brustkrebsüberlebenden zwischen 20 und 75 Jahren. Etwas mehr als die Hälfte waren postmenopausal. Der Follow-up nach Diagnose erfolgte nach 18 Monaten sowie nach drei, fünf und zehn Jahren. Im Laufe der Beobachtungszeit berichteten 3,6% der Studienteilnehmerinnen über Osteoporose-bedingte Knochenfrakturen. Nahmen die Frauen häufiger Sojaprodukte zu sich, war dies mit einem um 77% verringerten Frakturrisiko bei jüngeren Frauen verbunden. Körperliche Fitness konnte hingegen bei älteren Frauen das Frakturrisiko signifikant verringern. Darüber hinaus fanden die Forscher weiter einen Beleg dafür, dass Tamoxifen das Frakturrisiko um 37% senken konnte. “Unsere Ergebnisse zeigen insbesondere darauf hin, dass der Konsum von sojahaltigen Lebensmitteln protektiv sein kann”, so Hsieh gegenüber dem Fachblatt. “Möglicherweise können wir hier je nach Risikogruppe spezielle Interventionen etablieren.”
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