BUND-Tests weisen PFAS im Blut nach9. Oktober 2024 Foto: © photoopus/stock.adobe.com Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat kürzlich Blutproben auf die Ewigkeitschemikalien PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) untersucht. Im Blut aller Testperson wurden mehrere PFAS-Chemikalien gefunden. Die Mitglieder des BUND-Bundesvorstandes und BUND-Mitarbeiter haben ihr Blut auf PFAS testen lassen. Insgesamt wurden 16 Blutproben genommen. Der BUND-Blut-Test hat das Blut auf 13 PFAS-Chemikalien untersucht. Davon wurden sechs gefunden: PFOA, PFNA, PFDA, PFHxS, PFHpS und PFOS. Die höchsten Blut-Serum Konzentrationen hatten die Chemikalien PFOS (bis zu 15 ng/mL) oder PFHxS (5,7 ng/mL). Die Ergebnisse sind laut BUND übereinstimmend mit vorherigen Untersuchungen der europäischen Human Biomonitoring Studien. Demnach hat jeder Mensch PFAS im Blut. Manche Konzentrationen der aktuellen BUND-Tests seien so hoch, dass gesundheitliche Auswirkungen nicht ausgeschlossen werden können, heißt es in der Pressemitteilung. Der BUND startete deshalb am 08. Oktober eine Petition an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und fordert darin ein EU-weites PFAS-Verbot. Schon niedrigste Konzentrationen können Gesundheit schaden Einige PFAS sind nachweislich gesundheitsgefährdend: Krebs, Organschäden und erhöhte Fehlgeburtsraten sind dokumentierte Folgen. Die Ewigkeitschemikalien reichern sich in unseren Körpern und in der Umwelt immer mehr an. Inzwischen werden kaum noch Kinder ohne PFAS im Blut geboren.* PFAS sind kaum zerstörbar und halten sich ewig, informiert der BUND. Von einigen PFAS ist wissenschaftlich erwiesen, dass sie schon bei äußerst niedrigen Konzentrationen der Gesundheit schaden können, heißt es in der Pressemitteilung. PFAS wie Perfluoroctansulfonsäure (PFOS**) schädigen zum Beispiel das Immunsystem und die Funktion der Schilddrüse. Nur wenige PFAS sind ausreichend erforscht, insbesondere zu den Langzeitrisiken wissen wir bisher kaum etwas. Lediglich 20 der über 10.000 PFAS-Einzelsubstanzen sind chemikalienrechtlich reguliert, heißt es weiter. In den vergangen Jahren mussten die gesundheitlichen Grenzwerte für PFAS mehrfach nachgebessert werden. Neue Untersuchungen wiesen für immer geringere Konzentrationen Gesundheitsgefahren nach, so der BUND. Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender kommentiert: „PFAS sind im Regen, in der Arktis, auf Bergen und im Boden zu finden. Wie zu erwarten bleibt niemand von einer PFAS-Belastung verschont – auch ich nicht. Ich bin schockiert über mein Testergebnis und die besorgniserregende Menge an PFAS, die in meinem Blut gefunden wurden. Die einzige Möglichkeit, Mensch und Umwelt zu schützen, ist die europaweite Beschränkung von PFAS.“ *GerES V **Perfluoroctansulfonsäure (Anion Perfluoroctansulfonat oder kurz PFOS) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) und sei 2010 in der EU verboten.
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