Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit gründet Jugendbeirat22. Januar 2026 Foto: © tirachard – stock.adobe.com Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) gründet erstmals einen Jugendbeirat. Ziel ist es, Gesundheitsthemen und Angebote für junge Menschen gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen weiterzuentwickeln – näher an ihrem Alltag, verständlicher und passender. Der Jugendbeirat soll das Bundesinstitut zunächst für zwei Jahre beraten: Welche Themen spielen im Leben junger Menschen wirklich eine Rolle? Wie gelingt gute Gesundheitsinformation? Und über welche Kanäle werden junge Menschen am besten erreicht? Im Jugendbeirat sollen junge Menschen eng zusammenarbeiten, sich mit Fachleuten austauschen und Strategien, Projekte und Kommunikationsformate mitgestalten. Regelmäßige Videokonferenzen, Präsenztreffen sowie Workshops sollen Raum für Austausch und Feedback bieten – und den Jugendlichen helfen, wertvolle Netzwerke aufzubauen und von praxisnahen Lernerfahrungen zu profitieren. Für ihr Engagement erhalten die Teilnehmenden eine Aufwandsentschädigung und die Chance, die Gesundheitskommunikation ihrer Altersgruppe nachhaltig mitzuprägen. Für das neue Gremium werden 15 bis 20 Mitglieder gesucht. Bewerben können sich bundesweit junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren. Entscheidend sind Interesse, Engagement und die Bereitschaft zum regelmäßigen Austausch. Bewerbungen sind vom 15. Januar bis 15. März 2026 möglich. Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Junge Menschen erreicht man, indem man sie ernst nimmt und zu Wort kommen lässt. Aus Projekten wie der Suchtprävention oder dem Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten wissen wir: Maßnahmen, die wirken, entstehen im Dialog. Der Jugendbeirat soll genau das möglich machen – und jungen Menschen eine stärkere Stimme geben.“ Damit sieht das BIÖG im Jugendbeirat auch einen Schritt zu mehr Beteiligung, wie sie unter anderem internationale und nationale Rahmenwerke vorsehen – von der UN-Kinderrechtskonvention bis zur WHO-Strategie für Kinder- und Jugendgesundheit.
Mehr erfahren zu: "Primärversorgung in der Apotheke? – Eine „abwegige Idee“" Primärversorgung in der Apotheke? – Eine „abwegige Idee“ Während die Apotheker zugunsten einer „schnelleren und effizienteren Versorgung“ Kompetenzen in der Primärversorgung für sich geltend machen, erteilen Ärzteverbände der „Primärversorgung light“ in der Apotheke eine „klare Absage“.
Mehr erfahren zu: "Septischer Schock bei Kindern: Kristalloide und Kochsalzlösung gleichwertig" Septischer Schock bei Kindern: Kristalloide und Kochsalzlösung gleichwertig Balancierte Kristalloide oder Kochsalzlösung bei septischem Schock im Kindesalter? Eine Studie mit fast 8500 Patienten zeigt: Beide Strategien sind gleich sicher und wirksam. Unterschiede zeigen sich nur in Laborwerten mit […]
Mehr erfahren zu: "Bedeutung von Prävention und Sport für die Gesellschaft" Bedeutung von Prävention und Sport für die Gesellschaft Was braucht es, um Deutschland fit zu machen und welche Rolle spielen Sport und Bewegung für die Prävention – darüber referiert Prof. Martin Engelhardt auf dem 41. Jahreskongress der GOTS […]