BVMed für „Herz-Check 50“ als eigenständige Vorsorgeuntersuchung4. April 2022 Foto: ©Chinnapong – stock.adobe.com Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) sprach sich am Donnerstag in Berlin bei dem im Koalitionsvertrag vorgesehenen „Nationalen Präventionsplan“ für eine eigenständige Herz-Kreislauf-Vorsorgeuntersuchung ab einem Alter von 50 Jahren aus. „Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland und Europa die Todesursache Nummer eins. Wir müssen die Prävention stärken und sollten dafür einen ‚Herz-Check 50‘ einführen. Die Weiterentwicklung des Präventionsgesetzes bietet hierzu die Chance“, so der stellvertretende BVMed-Vorstandsvorsitzende Dr. Manfred W. Elff. Der BVMed unterstützt damit eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), die Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf die politische Agenda zu setzen. Die DGK forderte unter anderem die Aufnahme einer „Nationalen Strategie für eine leitlinien- und bedarfsgerechte Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland“. „Das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung steigt mit dem Alter erheblich und stellt damit eine wachsende Herausforderung für ein gesundes Altern in Deutschland und Europa dar. Daher ist es Zeit für eine umfassende Herz-Kreislauf-Strategie“, argumentiert Elff. Neben einer besseren Ausschöpfung der vorhandenen modernen Behandlungsmethoden setzt sich der BVMed vor allem für eine verbesserte Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein. „Wir sind für die Einführung eines geeigneten Früherkennungsprogramms für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hier ist die DGK gefordert, im Sinne einer breiten Durchführbarkeit, ein einfaches und finanzierbares Konzept zu erarbeiten. Der Nutzen von guten Vorsorgeprogrammen ist in verschiedenen Bereichen belegt. Die Herz-Kreislauf-Erkrankungen können jeden treffen und zur wirksamen Behandlung ist die Früherkennung zentral, denn sie verhindert unter anderem, dass Herzleiden chronisch werden“, so Elff. Für eine wirkungsvolle „Nationale Herz-Kreislauf-Strategie“ (NHKS) sieht der BVMed vor allem vier Handlungsfelder: Prävention, Früherkennung nachhaltig fördern Versorgung sektorübergreifend und interdisziplinär gestalten Kardiologische Forschung und Innovationen fördern und digitale Anwendungen nutzen Patientinnen und Patienten leitlinien- und bedarfsgerecht versorgen und sachgerecht informieren „Wir müssen insgesamt als Gesellschaft und politische Entscheider chronische Erkrankungen wie Diabetes, Adipositas oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen strategischer und ganzheitlicher angehen“, appelliert Elff. Der Nationale Präventionsplan böte hierzu eine gute Chance.
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.
Mehr erfahren zu: "„Tag der Überlastung im Gesundheitswesen“ immer früher" „Tag der Überlastung im Gesundheitswesen“ immer früher Der Tag, an dem die Einnahmen aus dem allgemeinen Beitragssatz der Gesetzlichen Krankenversicherung rechnerisch nicht mehr ausreichen, um die Ausgaben für das gesamte Jahr zu finanzieren, ist in diesem Jahr […]
Mehr erfahren zu: "Bundestag beschließt Notfallreform" Bundestag beschließt Notfallreform Das Gesetz zur Reform der Notfallversorgung wurde nach 2./3. Lesung mit den Stimmen der Koalition und der Grünen beschlossen. AfD und Linke enthielten sich. Ziel der Reform ist es, Patienten im […]