CED: Studie identifiziert extraintestinale Manifestationen6. Januar 2025 © Witoon – stock.adobe.com (Symbolbild) Patienten mit Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) entwickeln häufig extraintestinale Manifestationen (EIM), die zur Morbidität beitragen. Forschende aus den USA und Kanada konnten nun demografische, klinische und genetische Assoziationen mit EIM-Komplikationen identifizieren und die zugrundeliegenden Mechanismen aufzeigen. Die Studie basiert auf Daten von 12.083 CED-Fällen aus 4 Kohorten mit nichtverwandten europäisch-stämmigen Menschen mit oder ohne eine EIM-Manifestation (z.B. Ankylosierende Spondylitis [Ankylosierende Spondylitis und Sakroiliitis], Primär sklerosierende Cholangitis [PSC], Periphere Arthritis sowie Haut- und Augenmanifestationen). Die meisten EIM traten häufiger bei weiblichen Personen (EIM insgesamt: OR 1,2; 95%-KI 1,1–1,4), bei Morbus Crohn (insbesondere bei der Lokalisation der Erkrankung im Dickdarm; OR 1,7; 95%-KI 1,4–2,0) und bei Probanden, die eine Operation benötigten (sowohl M. Crohn als auch Colitis ulcerosa; OR 1,7; 95%-KI 1,5–1,9) auf. Rauchen erhöhte das Risiko für EIM, mit Ausnahme der PSC, bei der ein „schützender“ Effekt festgestellt wurde. Zudem konnten die Forscher mehrere serologische Assoziationen beobachten, u.a. mit PSC (Antinukleäre zytoplasmatische Antikörper; IgG und IgA, Anti-Saccharomyces-cerevisiae-Antikörper und Anti-Flagellin) und mit jeder EIM (antinukleäre zytoplasmatische Antikörper; IgG und IgA, Anti-Saccharomyces-cerevisiae-Antikörper; Anti-Pseudomonas-Fluoreszenz-assoziierte Sequenz). Weiterhin bestanden genomweit signifikante Korrelationen innerhalb des Haupthistokompatibilitätskomplexes (Ankylosierende Spondylitis und Sakroiliitis: OR 2,5; 95%-KI 2,0–3,1; PSC: OR 2,8; 95%-KI 2,0–3,8; okulär: OR 3,6; 95%-KI 2,3–5,6 und EIM insgesamt: OR 2,2; 95%-KI 1,7–2,9) und CPEB4 (Cytoplasmic Polyadenylation Element Binding Protein 4 bei der Haut: OR 1,5; 95%-KI 1,3–1,8). Genetische Assoziationen deuten auf Tumornekrosefaktor, JAK-STAT und Interleukin-6 als therapeutische Ziele für EIM hin. Im Gegensatz zu früheren Berichten hatten nur 2% der Probanden mehrere EIM und die Assoziationen des gemeinsamen Auftretens korrelierten negativ. Fazit Die Forschenden konnten demografische, klinische und genetische Assoziationen mit EIM-Komplikationen identifizieren und die zugrundeliegenden Mechanismen aufzeigen. (bi) Autoren: Khrom M et al. Korrespondenz: Dermot P.B. McGovern; [email protected] Studie: Comprehensive Association Analyses of Extraintestinal Manifestations in Inflammatory Bowel Disease Quelle: Gastroenterology 2024;167(2):315–332. Web: https://doi.org/10.1053/j.gastro.2024.02.026
Mehr erfahren zu: "Krankenhäuser fürchten neue Milliardenlöcher und Pleiten" Krankenhäuser fürchten neue Milliardenlöcher und Pleiten Die große Mehrheit der deutschen Krankenhäuser ist in finanziell prekärer Lage. Die Einsparungen der Bundesregierung werden die Not einer Umfrage unter Klinikchefs zufolge noch vergrößern.
Mehr erfahren zu: "Weltmännertag: Echte Stärke heißt auch, auf sich selbst zu achten" Weltmännertag: Echte Stärke heißt auch, auf sich selbst zu achten Zum Weltmännertag am 3. November weist das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf das Problem hin, dass Männer oftmals nicht genug auf sich selbst achten – mit Folgen für Gesundheit […]
Mehr erfahren zu: "Till Roenneberg auf der DGSM-Jahrestagung: „Unser Körper und unser Büro liegen oft in verschiedenen Zeitzonen“" Till Roenneberg auf der DGSM-Jahrestagung: „Unser Körper und unser Büro liegen oft in verschiedenen Zeitzonen“ Warum unser Körper und unser Arbeitsalltag oft „in verschiedenen Zeitzonen“ unterwegs sind und welche Folgen das für Gesundheit, Produktivität und Unternehmen hat, erläutert der Chronobiologe Prof. Till Roenneberg auf der […]